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Tausende bei Verdi-Warnstreiks in Hessen

Die Gewerkschaft Verdi lässt die Muskeln spielen und ruft in ganz Hessen zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Schwerpunkt ist der Frankfurter Flughafen, wo hunderte Flüge ausfallen.
Demonstrationszug in Frankfurt am Main.

Demonstrationszug in Frankfurt am Main.

© Arne Dedert

Frankfurt/Main. Keine Müllabfuhr, ausgefallene Flüge, geschlossene Kitas und Verwaltungsbüros in vielen Städten: Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Diensts haben am Mittwoch tausende Beschäftigte in Hessen vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu den Warnstreiks aufgerufen, um ihrer Forderung nach einem verbesserten Angebot bei den Gesprächen an diesem Donnerstag Nachdruck zu verleihen. Landesweit hätten sich rund 14 000 Beschäftigte beteiligt, teilte Verdi mit. In den Verhandlungen geht es um rund 2,1 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen, darunter 185 000 in Hessen.

Besonders betroffen war der Frankfurter Flughafen, wo Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste und der Feuerwehr am Morgen die Arbeit niederlegten. Fast 400 Flüge fielen aus. Allein bei der Lufthansa waren 33 000 Passagiere betroffen. In den Terminals herrschte ruhiger Betrieb, weil die meisten Fluggäste informiert waren und gar nicht erst gekommen waren. Inlandspassagiere wurden auf die Bahn umgebucht. Streikbedingt wurden eine Landebahn und ein Abfertigungsbereich geschlossen. Am Nachmittag normalisierte sich der Betrieb nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wieder.

Bei einer Kundgebung vor der Fraport-Zentrale am Flughafen forderte der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske einen schnellen Abschluss bei den am (morgigen) Donnerstag anstehenden Tarifverhandlungen in Potsdam. Als Ziel nannte er ein Gesamtpaket mit einem deutlichen Reallohnzuwachs und einer sicheren Altersversorgung.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber haben drei Prozent angeboten, verteilt auf zwei Stufen. Bsirske sprach von einem "Akt der Intoleranz und Geringschätzung". Angesichts des Rekord-Überschusses in den öffentlichen Kassen sei dies "voll daneben."

Neben dem Flughafen waren andere Teile des öffentlichen Diensts betroffen, darunter Müllabfuhr und Straßenreinigung, Kindertagesstätten und kommunale Krankenhäuser sowie Stadtverwaltungen, Pflegeheime und Schwimmbäder. Bei einer von 4000 Menschen besuchten Kundgebung in Kassel erklärte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper, der öffentliche Dienst leide unter Fachkräftemangel. "Wir müssen attraktiver werden. Dafür brauchen wir höhere Löhne."

In Kassel blieben Hallenbäder und mehrere Kindergärten geschlossen, auch die Müllabfuhr arbeitete nicht. In Hanau wurde das Klinikum bestreikt, Kitas blieben geschlossen - außer zwei Einrichtungen, in der Eltern ihre Kinder betreuen lassen konnten. Bürger konnten keine Amtsgänge erledigen, weil der Stadtladen dicht war und die Verwaltung nur eingeschränkt arbeitete. Die Müllabfuhr streikte ebenfalls, die Schwimmbäder blieben geschlossen.

Der Tarifkoordinator von Verdi Hessen, Jens Ahäuser, sagte: "Wir sind überrascht, dass so viele mehr als erwartet aktiv beim Streik mitgemacht haben. Das ist ein klares Signal in Richtung Arbeitgeber, wenn es morgen wieder an den Verhandlungstisch geht."

Erzieher, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen seien nicht gewillt, sich billig abspeisen zu lassen, sagte die stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, Karola Stötzel. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte zu Warnstreiks aufgerufen. Das Angebot der Arbeitgeber nannte Stötzel eine "Provokation", die mit dem Warnstreiks eindrucksvoll beantwortet worden sei.

dpa


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