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Tarifverhandlungen für Erzieher: Vorerst kein Ende in Sicht

Begleitet von Warnstreiks und Kundgebungen in ganz Deutschland sind am Montag in Offenbach die Tarifverhandlungen für Erzieher und andere soziale Berufe fortgesetzt worden.
Mehrere Tausend Erzieher demonstrierten in Offenbach.

Mehrere Tausend Erzieher demonstrierten in Offenbach.

© Boris Roessler

Offenbach.  Eine schnelle Einigung galt als unwahrscheinlich, am Dienstag soll weiterverhandelt werden. Für den Fall, dass auch diese Runde scheitert, drohen bundesweit unbefristete Streiks.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und drei Gewerkschaften ringen seit Ende Februar um einen neuen Tarifvertrag für die bundesweit 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung. Das würde Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bedeuten. Die Arbeitgeber halten das für nicht bezahlbar.

Vor dem Tagungshotel machten Erzieher und Angehörige anderer sozialer Berufe ihrem Unmut Luft. "Es geht auch um den gesellschaftlichen Wert Eurer Arbeit", sagte ein Gewerkschaftssprecher vor mehreren tausend Teilnehmern. Sie zeigten den Arbeitgebern symbolisch die Rote Karte und skandierten "Aufwertung jetzt". Hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Wir sind es wert" zogen sie durch die Innenstadt.

In den bisherigen Verhandlungsrunden wurde über die Eingruppierung von Erziehern, von Kita-Leitungen und in der Behindertenhilfe verhandelt, nun geht es um Sozialarbeiter. Ein Verdi-Sprecher forderte, "dass die Arbeitgeber heute etwas auf den Tisch legen". Bisher habe es keine konkreten Angebote gegeben. Daher müsse man "ein Scheitern einkalkulieren". 

"Wir sind an einer Lösung interessiert", sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Manfred Hoffmann. Die Summe der Forderungen belaufe sich auf 1,2 Milliarden Euro. Man verhandle aber nicht über Prozente, sondern über Eingruppierung einzelner Berufsgruppen, "und das braucht Zeit". 

dpa


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