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Tiere

Streit um gefährliche Hunde und Rasseliste neu entbrannt

Das hessische Innenministerium wehrt sich gegen Vorwürfe, es habe bei Zahlen zu getöteten gefährlichen Hunden getrickst. Die "Frankfurter Rundschau" hatte am Freitag berichtet, dass seit Einführung der umstrittenen Verordnung mit Rasseliste im Jahr 2000 vermutlich insgesamt rund 500 Hunde getötet wurden.
Hessischer Innenminister Peter Beuth (CDU).

Hessischer Innenminister Peter Beuth (CDU).

© Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte in der Antwort auf eine Anfrage im Landtag lediglich 69 Tötungen angegeben und erklärt, für die Jahre 2000 bis 2002 gebe es keine Statistik. Die Linken-Fraktion im Landtag wertete dies dann in einer Mitteilung als "glatte Lüge". Es lägen durchaus Unterlagen über diesen Zeitraum vor.

Das Innenministerium teilte am Freitag mit, dass die Angaben sehr wohl zutreffend seien. Es sei nach der Tötung solcher Hunde gefragt worden, deren Rasse auf der Liste steht - nicht nach allen getöteten, gefährlichen Hunden im Zeitraum zwischen 2000 und 2015. Grundlage für die Beantwortung sei ausschließlich die elektronisch erfasste Beißstatistik, die bis in das Jahr 2003 zurückreiche. Experten der Tierschutzorganisation "Tasso" kritisierten die Rasseliste. Die Gefährlichkeit eines Hundes lasse sich nicht an seiner Rasse festmachen. Dies zeigten auch die Beißstatistiken.

dpa


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