Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Gesellschaft

Schröter: Bei muslimischen Verbänden genau hinsehen

Islam-Experten kritisieren, es werde nicht immer genau hingesehen, welcher Islamverband junge Muslime von der Radikalisierung abhalten soll. Die Entscheidung, eine Flüchtlingsunterkunft gegenüber einer problematischen Moschee einzurichten, wird auch bemängelt.
Gebet in Moschee.

Gebet in Moschee.

© Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Die Islam-Experten Susanne Schröter und Ahmad Mansour haben eine sorgfältige Auswahl islamischer Verbände und Moscheegemeinden als Partner in der Präventions- und Jugendarbeit gefordert. "Ich warne davor, allzu unbedenklich mit diesen Organisationen zusammenzuarbeiten", sagte die Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) am Freitag bei einer Fachtagung in Frankfurt. Mansour, Programmdirektor der European Foundation for Democracy, mahnte: "Lippenbekenntnisse gegen Radikalisierung reichen nicht." Es sollten nicht nur Verbände, sondern auch liberale, säkulare Muslime unterstützt werden.

Dass das Bundesfamilienministerium Fördergeld an den Deutsch-Islamischen Vereinsverband Rhein-Main (DIV) für ein Anti-Radikalisierungsprogramm stoppen musste, weil dieser sich als problematisch entpuppte, ist nach Einschätzung Mansours "ein absoluter Skandal, aber kein Einzelfall". Der DIV, in dem nach den Worten Schröters 46 sehr unterschiedliche Gemeinden zusammengeschlossen sind, wurde inzwischen vom Verfassungsschutz als "extremistisch beeinflusst" eingestuft.

"Es müssen Projekte unterstützt werden, die auch den heißen Brei anfassen", forderte Autor Mansour ("Generation Allah, wieso wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen"). "Nur auf Anti-Diskriminierung und Empowerment (Stärkung) zu setzten, reicht nicht." Salafismus werde zudem zwar von vielen als Jugendbewegung bezeichnet. "Die Ideologie spielt aber eine große Rolle und die müssen wir ernst nehmen."

"Es gibt auch bestimmte Islamverständnisse, die leider zur Radikalisierung führen." Schwerpunkte dieses Verständnisse seien neben dem Buchstabenglaube, die Angstpädagogik, die Tabuisierung der Sexualität sowie Denkformate in Schwarz-Weiß: in Opfer und Feinde.

Schröter kritisierte die Entscheidung der Stadt Frankfurt, gegenüber einer Moschee eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten, die seit Jahren als Treffpunkt junger radikaler Salafisten bekannt sei. "Jeder Salafist freut sich ja, wenn er die Flüchtlinge direkt vor der Nase hat", kritisierte die Ethnologin. 79 Menschen leben derzeit in der Unterkunft, darunter 14 Minderjährige. Die Stadt hatte ihre Entscheidung damit begründet, dass es an anderen Standortgen gemangelt habe, und auf offenen Dialog mit den Bewohnern gesetzt.

Gegen die 17 Jahre alte Tochter des Imams der Abu Hanifa Moschee im Stadtteil Bergen-Enkheim ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Das Mädchen soll den Ermittlern zufolge Kontakte zu IS-Angehörigen gehabt und seine Ausreise nach Syrien vorbereitet haben. Der Verfassungsschutz stuft die Moschee als "islamistisch beeinflusst" ein.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Gesellschaft – Schröter: Bei muslimischen Verbänden genau hinsehen – op-marburg.de