Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Prozesse

Schmerzensgeld von der Staatsanwaltschaft für Ex-EBS-Chef Jahns

Der frühere EBS-Präsident Christopher Jahns erhält nach einer erfolgreichen Klage gegen die Staatsanwaltschaft Wiesbaden 15 000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht entschied am Mittwoch, dass der Hochschullehrer für vorverurteilende und bloßstellende Aussagen der Anklagebehörde gegenüber Medien entschädigt werden muss.
Christopher Jahns: ehemaliger Präsident der EBS.

Christopher Jahns: ehemaliger Präsident der EBS.

© Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Zweieinhalb Jahre nach Prozessbeginn und vier Jahre nach den turbulenten Vorgängen an der privaten Elitehochschule European Business School bekommt Jahns allerdings nur einen Bruchteil der von ihm geforderten Summe. In seiner Klageschrift hatte er 250 000 Euro gefordert - 125 000 Euro Entschädigung plus Schadenersatz für entgangene Geschäfte.

Jahns hatte den Staatsanwälten vorgeworfen, ihn bei den Ermittlungen um die Veruntreuung von EBS-Geldern im Frühjahr 2011 öffentlich vorverurteilt zu haben. Er sollte die Geschäfte der EBS mit denen der Schweizer Beratungsfirma BrainNet verquickt haben, an der er beteiligt war. Der lange Zeit parallel geführte Strafprozess gegen ihn platzte im Sommer 2014, weil er dauerhaft krank war. Dabei ging es um die Veruntreuung von 180 000 Euro an Hochschulgeldern. Jahns hat diesen Vorwurf stets zurückgewiesen.

Auf die Spur gesetzt wurde die Staatsanwaltschaft vor dem Strafprozess durch Informanten aus der EBS und Presseartikel. Der Hochschulpräsident wurde sogar kurz festgenommen. Nach anfänglichen Treuebekundungen feuerte die EBS ihn im April 2011. Aus Sicht von Jahns war die Staatsanwaltschaft Wiesbaden schuld an der Entlassung.

Das sah die Zivilkammer jedoch anders: "Wir konnten nicht feststellen, dass es ohne die rechtsverletzten Äußerungen nicht zu einer Kündigung gekommen wäre", sagte der Vorsitzende Richter. Mehrere Aussagen der Staatsanwaltschaft gegenüber Journalisten und ein Auftritt im Fernsehen hätten jedoch unter anderem Jahns' Persönlichkeitsrecht verletzt.

Dabei geht es vor allem um Äußerungen des damaligen Behördensprechers Hartmut Ferse. Dieser wurde mit Aussagen zitiert, Jahns habe EBS-Mitarbeiter in der ihm "eigenen Art" bedroht, man könne bereits jetzt Anklage gegen ihn erheben. Alleine für diese Aussage soll Jahns 4000 Euro Schmerzensgeld bekommen. Dass die Staatsanwaltschaft die Anklage veröffentlichte, bevor Jahns sie bekam, wurde mit 5000 Euro Schmerzensgeld belegt. "Vorverurteilende Äußerungen haben zu unterbleiben", sagte der Richter.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Eine Vergleichsstudie zwischen Marburg und Osnabrück hat die Wirksamkeit von Karies-Präventionsprogrammen in Marburger Schulen bewiesen. Foto: dpa Kariesprophylaxe

Marburger Schüler haben die besseren Zähne

Marburg nimmt beim Kampf gegen Karies eine Vorreiterposition ein. Dies beweist eine Studie von Professor Klaus Pieper, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde der Marburger Zahnklinik. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Prozesse – Schmerzensgeld von der Staatsanwaltschaft für Ex-EBS-Chef Jahns – op-marburg.de