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Landtag

Rechtsextremer aus Nordhessen bestreitet Kontakte zum NSU

Der Liedermacher aus der rechten Szene lässt vor dem NSU-Ausschuss keine Zweifel an seiner Gesinnung. Beobachter meinen: Seine Aussagen zeigen, wie vernetzt die rechtsextreme Szene ist.

Wiesbaden. Die Befragung eines verurteilten Liedermachers aus der rechten Szene in Nordhessen hat die Aufklärungsarbeit des NSU-Ausschusses keinen entscheidenden Schritt weitergebracht. Philip T. bestritt am Montag in Wiesbaden Kontakte zum rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Er habe zwar im thüringischen Erfurt studiert, aber nie Kontakt mit dem Jenaer NSU-Trio gehabt. Die rechte Szene in Thüringen habe ihn bei seinen Aktivitäten als Konkurrent angesehen. Von der NSU-Mordserie habe er nur aus den Medien erfahren.

Der Nationalsozialistische Untergrund wird für die Ermordung des deutsch-türkischen Internetcafé-Besitzers Halit Yozgat in Kassel im Jahr 2006 verantwortlich gemacht. Insgesamt zehn Morde sollen bundesweit zwischen 1999 und 2006 auf das Konto der Terrorgruppe gehen. Beate Zschäpe, die seit 2013 in München vor Gericht steht, ist die einzige Überlebende des NSU-Trios, zu dem noch Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zählten. Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags will mögliche Fehler hessischer Sicherheitsbehörden bei den Ermittlungen nach der Tat klären.

T. versicherte, Kontakte zu dem Verfassungsschützer Andreas Temme, der bei dem Mord von Yozgat am Tatort war, hätten ebenfalls nicht bestanden. Ihm sei auch nicht bekannt gewesen, dass der Verfassungsschützer in der rechten Szene aktiv gewesen sei.

Der 34-Jährige, der seine politische Gesinnung als "national-patriotisch" bezeichnete und sich seit dem 14. Lebensjahr in der Szene bewegt, berichtete von seinen breiten nationalen und internationalen Kontakten in der rechten Szene. Verbindungen zu entscheidenden Personen aus dem Umfeld des NSU-Trios bestritt er fast ausnahmslos.

Die Aussagen des Zeugen zeigten, wie vernetzt die rechtsextreme Szene in Deutschland und Europa sei, unterstrichen die Innenexpertin der SPD-Fraktion, Nancy Faeser, und der Linken-Ausschuss-Obmann, Hermann Schaus. CDU-Obmann Holger Bellino warnte nach dem Auftritt des Neonazis erneut davor, Rechtsextremen durch die Vorladung vor den Untersuchungsausschuss eine Bühne zu bieten, um ihr "krudes Gedankengut zu verbreiten". Einen Beitrag zu Aufklärung der Vorgänge hätten die Aussagen von T. nicht geliefert.

Der Liedermacher war in Österreich wegen der Verherrlichung der nationalsozialistischen Ideologie verurteilt worden.

dpa


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