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Neuer Planungsdezernent Josef will mehr Sozialwohnungen

Frankfurt wächst rasant und der Wohnungsmarkt wird enger. Bis zu 40 000 Wohnungen fehlen nach Berechnungen der Stadt schon jetzt. Der neue Planungsdezernent Josef macht sich für mehr sozial geförderten Wohnraum stark.
Frankfurts neuer Planungsdezernent Mike Josef.

Frankfurts neuer Planungsdezernent Mike Josef.

© Andreas Arnold/dArchiv

Frankfurt/Main. Frankfurts neuer Planungsdezernent Mike Josef (SPD) will in der schnell wachsenden Großstadt neue Wohnviertel und mehr sozialen Wohnungsbau schaffen. "Überall, wo Planungsrecht entsteht, sollen 30 Prozent der Wohnungen geförderter Wohnraum sein", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Frankfurt. Dies müsse zu einer klaren Handlungsrichtlinie werden, die bereits beim Grundstückskauf mit berücksichtigt werde und ohne Ausnahmen gelte. Die geförderten Wohnungen sollten zudem auf diesen Grundstücken und nicht woanders in der Stadt geschaffen werden.

Die Hälfte der geförderten Wohnungen sollen nach dem Willen von Josef Sozialwohnungen sein. Die andere Hälfte könnten nach dem Mittelstands- oder anderen Programmen gefördert werden. 41 Prozent der Haushalte in Frankfurt seien für Sozialwohnungen berechtigt. Damit die Menschen weitere Neubauviertel akzeptieren, müsse "für die Bevölkerungsschicht gebaut werden, die Lebensrealität in Frankfurt ist".

Die Zahl der Einwohner sei in den vergangenen fünf Jahren jeweils um rund 15 000 Menschen gewachsen, dieser Trend setze sich fort. "Mein Ziel ist es, dieses Wachstum sozial zu gestalten." Von den rund 2900 im vergangenen Jahr fertig gestellten Wohnungen seien nur knapp 200 Sozialwohnungen gewesen. Nach Berechnungen des Amts für Wohnungswesen fehlten derzeit bereits 35 000 bis 40 000 Wohnungen. Mieten und Immobilienpreise steigen Josef zufolge weiter. Die Niedrigzinsphase werde dazu führen, dass in den nächsten Jahren bis zu 2800 Wohnungen frühzeitig aus der Sozialbindung fielen, weil Darlehen zurückgezahlt würden. Zugleich liefen ohnehin viele Sozialbindungen aus.

dpa


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