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Flüchtlinge

Neue Unterkünfte für Flüchtlinge - Hoffen auf freiwillige Helfer

Hessen schafft mehr Platz für Flüchtlinge und hofft dabei auch auf Unterstützung vor Ort. "Wir brauchen Ehrenamtliche, wir brauchen die Kirchen, wir brauchen Sportvereine, die als Brücken zwischen den Menschen funktionieren", sagte der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck (CDU) mit Blick auf die Städte Büdingen und Neustadt, die demnächst erste Anlaufstellen für mehrere hundert Asylsuchende sein werden.
Der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck (CDU).

Der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck (CDU).

© Arne Dedert/Archiv

Gießen/Büdingen/Neustadt. Das Land will dort zwei neue Einrichtungen für die sogenannte Erstaufnahme von Flüchtlinge eröffnen. Bislang ist dafür nur Gießen zuständig.

Angesichts der weiterhin hohen Flüchtlingszahlen - das Land rechnet nach etwa 21 500 Neuankömmlingen in 2014 mit 20 000 in diesem Jahr - planen auch die Kommunen neue Unterkünfte für die Menschen. In Frankfurt etwa sollen neue Containerwohnungen für bis zu 80 Asylsuchenden eröffnet werden. Die Stadt geht davon aus, dass sie in diesem Jahr doppelt so viele aufnehmen wird wie 2014. Damals waren es 800, jetzt könnten es 1600 werden.

Auch das südhessische Pfungstadt hat vor, ein neues Flüchtlingsheim zu bauen - trotz der Proteste von Bürgern. "Die Unterkunft wird gebaut", sagte Bürgermeister Patrick Koch (SPD). "Es geht ja nicht anders." Im vergangenen Jahr seien 60 Menschen gekommen. Für nun angekündigte 122 neue Flüchtlinge werde das Heim gebraucht. Darüber soll am 24. Februar bei einer Bürgerversammlung informiert werden. In Hofgeismar und Espenau in Nordhessen sollen demnächst ebenfalls Flüchtlinge in neue Unterkünfte ziehen.

In den neuen Erstaufnahmeeinrichtungen in Neustadt (Kreis Marburg-Biedenkopf) und Büdingen (Wetteraukreis) sollen nach Angaben des Sozialministeriums insgesamt bis zu 1600 Flüchtlinge leben. Zunächst stehen noch Umbauarbeiten an, in Neustadt könnten die ersten Flüchtlinge ab Ende März einziehen, in Büdingen im Herbst.

"Das ist für uns als kleine Stadt sicherlich eine Herausforderung", sagte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU). Er erwarte von Wiesbaden Unterstützung, schließlich tue man jetzt auch etwas für das Land. Zu den 8500 Einwohnern der Kommune gehören derzeit rund 100 Flüchtlinge. Das Zusammenleben funktioniere, Ehrenamtliche setzten sich für die Menschen ein. Dennoch gebe es bei den Bürgern jetzt auch Fragen, Sorgen oder Ängste. Deswegen sei Information so wichtig. Ende Februar ist ein Bürgerabend zu der neuen Einrichtung geplant.

Auch der Rathauschef von Büdingen, Erich Spamer (Freie Wähler), spricht von einer Herausforderung für die 21 000-Einwohner-Kommune und von Ängsten in der Bevölkerung. Es gebe viele, die für die Erstaufnahmeeinrichtung seien und einen breiten Konsens in der Stadtpolitik. Doch gebe es auch Gegner, zudem würden rechte Kräfte Sorgen schüren. "Ich bin bemüht, die Ängste zu nehmen." Dabei setzt der Rathauschef ebenfalls auf Information. Er betonte zudem, dass die Stadt viel Erfahrung mit Fremden habe, schließlich seien hier lange US-Soldaten stationiert gewesen. Man sei offen - und mit gutem Willen sei auch die neue Situation zu stemmen.

Regierungspräsident Witteck kündigte an, dass seine Behörde, die für Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen zuständig ist, Fragen beantworten werde. "Das muss man auch machen, das muss man begleiten."

Die Einrichtungen in Büdingen und Neustadt sollen Gießen entlasten. Zwar wurden in der Vergangenheit mehrere Außenstellen eröffnet und so Platz für rund 4000 Menschen geschaffen. Seit August 2012 habe man die Kapazitäten versiebenfacht, sagte Witteck. Doch es sei klar gewesen, dass das nicht reiche und Hessen zusätzliche Erstaufnahmeeinrichtungen brauche. "Die Konflikte auf der Welt werden nicht weniger."

Die Erstaufnahmeeinrichtung ist für Flüchtlinge die erste Anlaufstelle. Von hier aus werden sie auf die Kommunen oder andere Bundesländer verteilt.

dpa


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