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Energie

Neuauflage für hessischen Energiegipfel

Der hessische Energiegipfel bekommt im Herbst eine Neuauflage. Bei dem Folgetreffen soll nach den Plänen der schwarz-grünen Landesregierung eine Zwischenbilanz der Energiewende gezogen werden.
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. 

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. 

© Frank Rumpenhorst/Archiv

Wiesbaden. Die nächsten Schritte sollen veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte in Wiesbaden, Hessen stehe zu dem 2011 vereinbarten Ziel: Bis 2050 werde die Strom- und Wärmeproduktion auf erneuerbare Energie umgestellt.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 und dem deutschen Atomausstieg hatte Bouffier Politik, Wirtschaft und Verbände in Hessen zu einem Energiegipfel zusammengebracht. "Alle Beteiligten des Gipfels werden wieder eingeladen", sagte er am Donnerstag.

"Die Energiewende wird nicht allein in Hessen gemacht. Die wesentlichen Rahmenbedingungen gestaltet der Bund", sagte der stellvertretende Regierungschef und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). "Ein wesentlicher Faktor ist dabei das künftige Energiemarktdesign, das wir berücksichtigen müssen." So sei unklar, welche Rolle konventionelle Kraftwerke künftig spielen sollten.

Die SPD hatte zuletzt einen neuen Gipfel gefordert mit stärkerer Bürgerbeteiligung. Deshalb sei es mit einem reinen Folgetreffen nicht getan, kritisierte der Abgeordnete Timon Gremmels. Auch die FDP will einen weiteren Gipfel, der aber vor allem den Ausbau der Windkraft drosseln soll.

Ende 2014 seien bereits knapp 15 Prozent des hessischen Stromverbrauchs alternativ produziert worden, sagte Al-Wazir. Doch seit den hessischen Beschlüssen von 2011 hat der Bund die Subventionierung von Photovoltaik begrenzt, Kohlekraftwerke spielen wieder eine größere Rolle in den Planungen. Widerstand gibt es beim Ausbau der Windkraft und den dafür notwendigen Nord-Süd-Leitungen. In Hessen ist vor allem die Stromtrasse SuedLink umstritten.

dpa


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