Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Kommunen

Landrat will wegen schwacher Beteiligung Direktwahl überdenken

Angesichts der extrem niedrigen Wahlbeteiligung bei der jüngsten Landratswahl in Kassel hat Amtsinhaber Uwe Schmidt (SPD) Direktwahlen auf Landkreisebene in ihrer bisherigen Form infrage gestellt.
Uwe Schmidt (SPD), Landrat im Kreis Kassel.

Uwe Schmidt (SPD), Landrat im Kreis Kassel.

© Uwe Zucchi/Archiv

Kassel/Berlin. Die regelmäßig festzustellende geringe Wahlbeteiligung müsse Konsequenzen haben, sagte er am Montag. Am Sonntag war Schmidt mit 61,9 Prozent der Stimmen wieder zum Landrat gewählt worden. Von den knapp 194 000 Berechtigten machten laut Wahlamt aber nur 26,3 Prozent ihr Kreuz.

Die geringe Wahlbeteiligung sei keine Überraschung, sagte der Politikwissenschaftler Rudolf Speth (57) von der FU Berlin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben auf allen Ebenen eine rückläufige Wahlbeteiligung. Je häufiger gewählt wird, desto stärker ist der Rückgang." Allerdings brauche die Demokratie eine gewisse Wahlbeteiligung, sonst habe sie ein Problem. Denn dann könnten Entscheidungen angezweifelt werden.

Die Ursachen für das Desinteresse der Wähler seien vielfältig, sagte Speth. "Es gibt ein Bündel von Gründen: nachlassender sozialer Druck, wenig Polarisierung oder wenn es um wenig geht." Es gebe nicht "den" Nichtwähler.

Die Politik dürfe sich nicht in ihr Schicksal ergeben, forderte Speth, der auch an der Uni Kassel lehrte. "Wir brauchen Wahlen nach wie vor, aber auch andere Formen der Beteiligung an politischen Entscheidungen. Wählen ist nur eine Form", sagte er. Große Unternehmen bänden Menschen beispielsweise im Rahmen von Bürgerbeteiligungen in Großprojekte ein.

Schmidt sagte am Montag, die niedrige Wahlbeteiligung deute darauf hin, dass eine Kreisverwaltung und damit auch der Landrat in der Regel weit entfernt vom Alltag der Menschen agierten: "Wir sind eben eher eine Verwaltungsbehörde." Er will nun eine wissenschaftliche Studie der bisherigen Direktwahlen von Landräten in Hessen anregen.

Eine Abschaffung der Direktwahlen auf Landkreisebene sei aber nicht das Ziel. Ihm gehe es darum, Wahltermine zu bündeln. "Ich könnte mir gut vorstellen, Landratswahlen und Kommunalwahlen terminlich anzugleichen", sagte Schmidt.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Leseraktion




Gute Vorsätze




Jubiläum




Die Transfers im Landkreis




Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die OP-Serien

Sehen Sie nicht zum Anbeißen aus? Das Rezept für den "Kuchen am Stiel" finden Sie im Text. Foto: Katharina Kaufmann-Hirsch Cake Pops

Leckere Lollies

Sie sind klein, rund, bunt und schmecken super süß – Cake Pops. Eigentlich sind die Kuchen-Lollies auch ganz einfach zu machen. Alles, was man dazu braucht, ist etwas Zeit. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik

Terra-Tech







  • Sie befinden sich hier: Kommunen – Landrat will wegen schwacher Beteiligung Direktwahl überdenken – op-marburg.de