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Gesellschaft

Kinderarmut in Hessen: Mehr Kinder in Hartz-IV-Familien

Kinderarmut ist auch hierzulande ein Problem - und es betrifft immer mehr. Wenig Geld in der Familie wirkt sich auf das ganze Leben aus und bedeutet oft soziale Isolation, schlechtere Bildungschancen und Gesundheitsprobleme.
Puppe mit eingeschlagenem Kopf.

Puppe mit eingeschlagenem Kopf.

© Jens Kalaene/Archiv

Wiesbaden. In einigen hessischen Städten ist einer Studie zufolge unter Kindern und Jugendlichen jeder Dritte oder Vierte von Armut betroffen. In Offenbach lebten im vergangenen Jahr 34,5 Prozent der unter 18-Jährigen in einer Familie, die auf Sozialleistungen angewiesen war, wie aus der Studie der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh hervorgeht, die am Montag vorgestellt wurde.

Auch in Wiesbaden (24 Prozent) und Kassel (23,9 Prozent) waren demnach vergleichsweise viele junge Menschen betroffen, in Frankfurt waren es 22,1 Prozent. Den geringsten Anteil wies der Hochtaunuskreis mit 8,2 Prozent auf. In anderen Landesteilen schwankten die Werte beispielsweise zwischen 13,6 Prozent im Werra-Meißner-Kreis im Norden, 10,1 Prozent im Kreis Marburg-Biedenkopf und 12,4 Prozent im Odenwaldkreis ganz im Süden.

Insgesamt stieg in Hessen die Zahl der Kinder und Jugendlichen aus Familien, die Hartz IV beziehen: Landesweit waren im vergangenen Jahr 144 405 Minderjährige betroffen - rund 10 150 mehr als 2011. Galten 2011 noch 13,3 Prozent der jungen Menschen als arm, waren es im vergangenen Jahr bereits 14,4 Prozent.

Viele von ihnen lebten außerdem schon über einen längeren Zeitraum in Armut: Insgesamt waren 57,2 Prozent aller armen Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren mindestens bereits drei Jahre lang auf Sozialleistungen angewiesen. Damit liegt Hessen im Bundesschnitt. Vor allem bei Alleinerziehenden und kinderreichen Familien ist den Daten zufolge das Armutsrisiko groß. Fast die Hälfte (45,7 Prozent) aller betroffenen Kindern wuchs bei nur einem Elternteil auf. Bei den Familien mit drei oder mehr Kindern lag der Anteil bei 37,2 Prozent.

Für die jungen Menschen bringt die Armut eine Vielzahl an Problemen mit sich. "Sie sind häufiger von Gesundheitsproblemen betroffen", erklärte Projektleiterin Sarah Menne. Es fehle meist an gesundem Essen. Auch seien arme Kinder und Jugendliche häufiger sozial isoliert, da sie beispielsweise nicht einem Sportverein beitreten könnten. Ein anderer Faktor sei die Bildung: So hätten die Kinder oft kein Zimmer, um in Ruhe Hausaufgaben zu machen. Solche mit eigenem Raum und Computer seien ihnen gegenüber im Vorteil.

dpa


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