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Wahlen

In den meisten großen Städte wackeln die Mehrheiten

Die rechtspopulistische AfD hat bei der Kommunalwahl in allen größeren Städten Hessens zweistellige Stimmenergebnisse eingefahren und die politische Landschaft durcheinandergewirbelt. In fast allen Stadtparlamenten wackeln die bisherigen Mehrheitsverhältnisse.
Die AfD hat in Hessen zweistellige Stimmenergebnisse eingefahren.

Die AfD hat in Hessen zweistellige Stimmenergebnisse eingefahren.

© A. Arnold/Archiv

Frankfurt/Main. CDU, SPD und Grüne haben bei der hessischen Kommunalwahl in den größeren Städten durchweg Stimmenanteile verloren. Die AfD indes hat nach dem, Trendergebnis vom Sonntagabend aus dem Stand mehr als zehn Prozent der Wähler auf ihre Seite gezogen.

Für das Trendergebnis werden ausschließlich die Stimmzettel ausgezählt, bei denen die Wähler eine Liste angekreuzt haben. Das endgültige Ergebnis liegt voraussichtlich erst am Donnerstag vor.

- Frankfurt: Die schwarz-grüne Koalition steht vor dem Aus. CDU (24,6 Prozent) und Grüne (15,2 Prozent) haben nach dem Trendergebnis zusammen gut 15 Prozentpunkte eingebüßt. Die SPD (23,5 Prozent) kann nach ihrem historischen Tief bei der Wahl 2011 gut zwei Punkte zulegen. Die rechtspopulistische AfD kommt auf 10,3 Prozent. Auch die Linke (7,9 Prozent) und die FDP (7,8 Prozent) gewinnen deutlich hinzu. Frankfurt meldete zugleich mit 38,9 Prozent eine historisch niedrige Wahlbeteiligung. Die Aufgabe für die Wähler galt als besonders schwierig, weil 93 Stimmen auf knapp 1000 Kandidaten zu verteilen waren.

- Darmstadt: Die Grünen kamen auf 31,0 Prozent, das entspricht im Vergleich zum Endergebnis 2011 einem Minus von 1,9 Punkten. Zweitstärkste Partei mit 18,1 Prozent ist die CDU, die 6,7 Punkte verlor. Damit könnte es in der Stadtverordnetenversammlung für eine Fortsetzung der ersten schwarz-grünen Koalition in Hessen reichen, die 2011 gebildet wurde. Erneut verloren hat die SPD, die nur noch auf 15,1 Prozent kommt (minus 5,2 Prozent). Viertstärkste Kraft ist die AfD mit 12,2 Prozent. Wahlberechtigt waren 114 875 Personen, die Beteiligung lag bei 47,8 Prozent.

- Fulda: Trotz deutlicher Verluste bleibt die CDU in Fulda stärkste Kraft. Nach dem Trendergebnis kamen die Christdemokraten auf 43,2 Prozent, was einem Minus von 7,8 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl entspricht. Die SPD ist mit 15,5 Prozent zweistärkste Kraft (minus 2,9) vor den Grünen (11,7 Prozent, minus 6,1). Die Republikaner kamen auf 8,7 Prozent. Die AfD war in Fulda nicht angetreten. Wahlberechtigt waren 49 977 Personen, die Beteiligung lag bei 44,1 Prozent.

- Gießen: Die AfD steuert in Gießen darauf zu, drittstärkste Kraft zu werden. Sie holte 15,5 Prozent und landete hinter SPD (27,8 Prozent) und CDU (20,5 Prozent), die jeweils rund sechs Punkte gegenüber dem Endergebnis von 2011 einbüßten. Ähnlich hohe Verluste erlitten die Grünen, die auf 15,0 Prozent kamen. Die rot-grüne Rathausfraktion steht damit vor dem Aus. Wahlberechtigt waren 62 274 Gießener, 44,9 Prozent gaben ihre Stimmen ab. In Gießen befindet sich die größte Erstaufnahmeeinrichtung Hessens, in der zu Spitzenzeiten mehr als 5000 Asylsuchende lebten.

- Kassel: Das rot-grüne Bündnis muss um die Fortsetzung der Zusammenarbeit bangen. SPD (30,3 Prozent) und Grüne (17,0 Prozent) kamen am Sonntag auf lediglich 33 der 71 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Die AfD schaffte aus dem Stand 12,2 Prozent und kann mit 9 Sitzen rechnen. Die CDU schaffte dem Zwischenergebnis zufolge 20,6 Prozent (15 Sitze), die Linke 10,3 Prozent (7 Sitze).

- Offenbach: Das Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern in der Stadtverordnetenversammlung steht vor dem Aus. Nach dem Trendergebnis kamen die Sozialdemokraten auf 23,6 Prozent (minus 2,7 Punkte), die Grünen erreichten 14,4 Prozent (minus 7,7 Prozent). Stärkste Kraft bleibt nach diesem Stand die CDU mit 24,0 Prozent (minus 6,9). Die AfD schaffte 10,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 32,9 Prozent und damit noch einmal niedriger als vor fünf Jahren (33,8 Prozent). Damals hatten nirgends in Hessen weniger Wähler ihre Kreuze gemacht als in Offenbach.

- Wiesbaden: Die CDU muss sich um ihre Position als stärkste politische Kraft in der Landeshauptstadt sorgen. Nach dem Trendergebnis kam sie auf 23,5 Prozent und wurde von ihrem Koalitionspartner SPD (24,2 Prozent) überflügelt. Die Grünen erhielten 14,4 Prozent der Stimmen und damit weniger als die AfD, die 15,9 Prozent erzielte. Die Wahlbeteiligung in Wiesbaden lag mit 43,4 Prozent etwas höher als noch vor fünf Jahren (41,4 Prozent). Wahlberechtigt waren 207 552 Bürger.

dpa


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