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Migration

Helfer schaffen Notunterkünfte für Flüchtlinge in Hessen

Das Land setzt Helfer von THW und Feuerwehr in Bewegung, Frankfurt und Wiesbaden richten Notunterkünfte in Sporthallen ein. Und es kommen immer mehr Flüchtlinge - die Lage verschärft sich.
Frankfurt hat neue Notunterkünfte für Flüchtlinge eingerichtet.

Frankfurt hat neue Notunterkünfte für Flüchtlinge eingerichtet.

© Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Die sich zuspitzende Flüchtlingssituation hat am Wochenende die hessischen Behörden in Atem gehalten. Das Land mobilisierte Katastrophenschutzhelfer in Hanau, Wiesbaden und Frankfurt, wie der hessische Regierungssprecher Michael Bußer am Sonntag sagte. Das bedeute aber nicht die Erklärung des Katastrophenfalls. Es gehe um die Einrichtung von Notunterkünften etwa in Turnhallen oder Zelten durch Helfer von Technischem Hilfswerk oder Feuerwehr. Dort sollen vorübergehend Flüchtlinge unterkommen, die wegen des derzeit großen Andrangs keinen Platz mehr in den Erstaufnahmeeinrichtungen finden.

Nach Angaben der Stadt Frankfurt kamen alleine am Samstag rund 1000 über Ungarn eingereiste Flüchtlinge im Hauptbahnhof an, auch am Sonntag wurden Hunderte Menschen erwartet. Rund drei Dutzend Flüchtlinge wurden am Samstag vorübergehend in der Turnhalle der Franz-Böhm-Schule untergebracht, weil anderswo kein Platz mehr frei war. Am Sonntag kamen mehr als 50 weitere Menschen dort unter. 44 Flüchtlinge wurden in eine Sporthalle im Stadtteil Fechenheim gebracht. Am Sonntag richtete die Feuerwehr weitere Hallen als Notunterkünfte ein.

"Wir wissen, dass wir der Bevölkerung durch die Nutzung von Sporthallen viel Solidarität abverlangen", sagten die zuständigen Stadträte Markus Frank und Daniela Birkenfeld. Aus humanitären Gründen solle aber eine Notunterbringung in Zelten vermieden werden.

Auch Wiesbaden belegt Turnhallen mit Flüchtlingen. "Die Hallen sind damit für den normalen Schul- und Vereinssport nicht nutzbar", teilte die Landeshauptstadt mit. Vorbereitet für eine neue Außenstelle für die Erstaufnahme von bis zu 1000 Flüchtlingen werden demnach große Sporthallen in den Stadtteilen Nordenstadt, Breckenheim und Naurod. Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Verwaltung werden von der Bundeswehr unterstützt, wie es weiter hieß. Frühestens von diesem Montag (14.9.) an werde mit den ersten Flüchtlingen gerechnet.

Der Main-Kinzig-Kreis erhielt am Sonntag nach eigenen Angaben über das hessische Innenministerium "den Einsatzbefehl zur schnellstmöglichen Einrichtung einer Notunterkunft in der Stadt Hanau für bis zu 1000 Flüchtlinge". Auch hier wurde unter anderem die Bundeswehr um Hilfe gebeten.

Das hessische Kabinett wurde am Sonntagnachmittag bei einer Sonder-Telefonschaltung über die aktuelle Situation im Land informiert. Auch bei der regulären Sitzung an diesem Montag (14.9.) werden die Flüchtlinge Thema sein, wie Regierungssprecher Bußer sagte.

Kritik aus München, die bayerische Landeshauptstadt werde bei der Versorgung von Flüchtlingen im Stich gelassen, wies er zurück. "Hessen zeigt sich mehr als solidarisch, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft." Die Masse und die Geschwindigkeit, in der die Menschen ankämen, stellten aber das Land vor große Herausforderungen.

Bouffier sagte am Sonntag bei einem Festakt zum hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation, gelebte Solidarität sei eine Lehre aus der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hineinwirken müsse. Bis Ende des Jahres würden eine Million Flüchtlinge in Deutschland erwartet. "Sie suchen Schutz in unserem Land und sollten von unseren Erfahrungen, die wir als Deutsche mit Flucht und Vertreibung selbst machen mussten, profitieren, indem wir ihnen mit Offenheit und Hilfsbereitschaft begegnen."

Eine rasche Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten, wie von SPD-Regierungschefs gefordert, sehe Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) skeptisch, erklärte Regierungssprecher Bußer. Er würde gerne bei dem Termin 24. September bleiben, da ein solches Treffen gut vorbereitet werden müsse.

dpa


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