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Luftverkehr

Gegner und Befürworter des dritten Terminals weiter tief gespalten

Keine Annäherung bei der Anhörung: Die Gräben zwischen Gegnern und Befürwortern des geplanten dritten Terminals am Frankfurter Flughafen bleiben tief. Der Betreiberkonzern Fraport hält das Abfertigungsgebäude für dringend notwendig.
Fraport sieht Notwendigkeit für drittes Terminal.

Fraport sieht Notwendigkeit für drittes Terminal.

© Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Bis zum Jahr 2030 werde die Zahl der Fluggäste noch einmal um die Hälfte auf etwa 90 Millionen jährlich wachsen, sagte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte am Freitag bei einer Anhörung der SPD-Fraktion im hessischen Landtag. Die Unternehmerverbände standen auf seiner Seite. Betroffene Kommunen und die evangelische Kirche aber versuchen, sich gegen den Ausbau des Airports zu wehren.

Die endgültige Entscheidung zum Bau träfen Vorstand und Aufsichtsrat von Fraport, sagte Schulte. Der Konzern hat eine Baugenehmigung und will das Milliardenprojekt im kommenden Jahr beginnen. Die schwarz-grüne Landesregierung prüft zwar den Bedarf für Terminal 3. Sie hat aber kaum Einfluss auf die Entscheidung der Fraport, auch wenn sie im Aufsichtsrat vertreten ist.

Fraport rechne bis 2021 mit einem Passagieraufkommen, das die Kapazitäts- und Belastungsgrenzen der vorhandenen Terminals übersteige, sagte Schulte. "Der Bau des neuen Terminals trägt so zum Erhalt eines der wichtigsten Wettbewerbsvorteile dieser Region bei - der internationalen Anbindung an die Wachstumsmärkte."

Von den Kommunen erntete der Flughafen-Betreiber jedoch Kritik. "Der Flughafen ist schon lange an den Grenzen seiner Kapazität angekommen, was die Lärmbelastung und die Gesundheitsbelastung für die Region betrifft, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht", sagte Walter Astheimer von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Flughafen Frankfurt/Main (KAG). Franz-Rudolf Urhahn (Grüne), Erster Stadtrat von Mörfelden-Walldorf, warnte vor einer höheren Verkehrs- und Lärmbelastung und großem Waldverbrauch.

Mehrere Kritiker bezweifelten den Anstieg der Passagierzahlen. Für die Initiative Zukunft Rhein-Main forderte Martin Schröder, Fraport solle mehr Unterlagen zu den Prognosen öffentlich machen. Als Vorstandschef Schulte dies mit Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse ablehnte, appellierte Ausbaugegner Schröder an die Landesregierung, dies in der Prüfung nicht hinzunehmen.

Gegen die betriebswirtschaftliche Linie von Fraport setzte ein Kirchenvertreter soziale und ökologische Argumente. "Wir brauchen einen mitweltverträglichen Flughafen mit einem eingeschränkten Flugverkehr", sagte Umweltreferent Hubert Meisinger von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Der Lufthansa-Konzern hingegen bestätigte die Prognosen in Bezug auf die eigene Airline. Sie werde auch in den nächsten drei Jahren zunehmend mehr Passagiere nach Frankfurt bringen, aber ohne mehr Flugbewegungen, sagte Markus Pauly von Lufthansa. Voraussetzung dafür sei, dass der Flughafen international wettbewerbsfähig bleibe.

Auch vonseiten der Wirtschaftsverbände kam ein deutliches Ja zu Terminal 3. Die Erweiterung erhalte den Frankfurter Flughafen als Drehscheibe, sagte Clemens Christmann von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU).

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, der die Anhörung leitete, zeigte sich anschließend zufrieden. Sie habe Fragen aufgeworfen wie jene nach der Entkopplung von Energieverbrauch und Flugbewegungen oder das Verhältnis zwischen Flughafen und Region. "Wir haben für Transparenz gesorgt, nun ist es eine Frage des Unternehmens und nicht mehr der Politik, was geschieht", sagte er.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Walter Arnold, wies darauf hin, dass die im Koalitionsvertrag festgelegte Bedarfsprüfung ergebnisoffen verlaufe. Die Regierung prüfe die Unterlagen der Fraport und werde sie sorgfältig bewerten. Baurecht bedeute nicht Baubeginn oder gar Baupflicht, sagte Arnold.

dpa


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