Jörg-Uwe Hahn: Kein Zusammenbruch der schwarz-gelbe Koalitionen. Foto: Uwe Zucchi
Wiesbaden. "Jetzt ist der Theaterdonner weg", sagte der stellvertretende hessische Regierungschef am Aschermittwoch beim traditionellen Heringsessen seiner Partei. Auch Hessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier habe sich "koalitionstreu" zu Gauck geäußert. Bouffier hatte am Montag die von der FDP durchgesetzte Nominierung Gaucks zurückhaltend kommentiert. Er werde das "Ergebnis" mittragen, die Union habe aber auch sehr gute eigene Kandidaten gehabt, erklärte der Regierungschef.
Mit dem von Gauck immer wieder betonten Thema der Freiheit stehe der frühere DDR-Bürgerrechtler der FDP am nächsten, urteilte Hahn. Er hatte sich nach eigenen Worten in Berlin am Wochenende maßgeblich für Gaucks Nominierung stark gemacht. "Maßlos irritiert" zeigte sich der hessische FDP-Chef über das Verhalten von "führenden Grünen", die Gauck jetzt auf einmal negativ beurteilten. Die Partei habe offensichtlich Probleme, "ihre Reihen zu schließen". Grüne und SPD hatten den parteilosen Gauck bereits bei der Bundespräsidentenwahl vor knapp zwei Jahren als Gegenkandidaten zu Christian Wulff nominiert.
dpa
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