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Luftverkehr

Ex-Flughafen-Chef erhebt schwere Vorwürfe

Nicht nur die ungewisse Zukunft des Flughafens Hahn macht Schlagzeilen, sondern auch seine Vergangenheit. Laut einem früheren Airport-Chef hat der Aufsichtsrat Unregelmäßigkeiten unter der Decke halten wollen. Hätten Millionen Euro gespart werden können?
Der ehemalige Geschäftsführer des Flughafens Frankfurt-Hahn, Heinz Rethage.

Der ehemalige Geschäftsführer des Flughafens Frankfurt-Hahn, Heinz Rethage.

© Thomas Frey/Archiv

Koblenz. Der ehemalige Geschäftsführer des staatlichen Flughafens Hahn, Heinz Rethage, hat dem Land Rheinland-Pfalz und dem damaligen Aufsichtsrat Vertuschung mutmaßlich illegaler Handlungen vorgeworfen. "Der Aufsichtsrat ist seinen Pflichten nicht nachgekommen", sagte Rethage der Koblenzer "Rhein-Zeitung" (Print: Dienstag). "Im damaligen Aufsichtsrat saßen viele Politiker."

Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro stellte sich vor seinen Vorgänger Johannes Endler. Dieser habe aktiv die Aufklärung der in Rede stehenden Sachverhalte vorangetrieben, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Als Hauptaufgabe des Aufsichtsrats nannte Rethage die Kontrolle des Geschäftsführers mit dem Ziel, Misswirtschaft oder eigennütziges Fehlverhalten zu verhindern. Der Aufsichtsrat habe aber versagt oder nicht die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen gehabt. "All das wollte man unter der Decke halten." Bis zu fünf Millionen Euro hätten laut Rethage gespart werden können.

Bei Verträgen zwischen dem hoch defizitären Hunsrück-Airport und einer Firma für die Passagierabfertigung soll es zu persönlicher Bereicherung gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft Koblenz erhob in der vergangenen Woche gegen vier Beschuldigte Anklage wegen des Verdachts der Untreue, Bestechung, Bestechlichkeit und Beihilfe zur Bestechlichkeit. Darunter ist auch Rethages Vorgänger Jörg Schumacher.

Alle vier bestreiten die Vorwürfe. Die Gesamtsumme der mutmaßlich illegalen Zuwendungen belief sich laut Staatsanwaltschaft auf 153 850 Euro. Schumacher sagte der dpa: "Bei dem Ermittlungsverfahren gab es sieben Vorwürfe gegen mich. Sechs davon sind wieder fallen gelassen worden."

Rethage, der als Hahn-Chef 2014 ebenfalls den Hut nehmen musste und später zeitweise als FDP-Wahlkämpfer auftrat, sagte der "Rhein-Zeitung" weiter: "Ich wollte den Landesrechnungshof einschalten. Das hat man mir untersagt." Daher habe er eine Anwaltskanzlei einbezogen. Ergebnis laut Rethage: Der Vertrag für die Passagierabfertigung hätte nicht freihändig verlängert werden dürfen, sondern europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Weitere Prüfungen hätten ergeben, dass die Flughafengesellschaft mit einem besseren Vertrag bis zu fünf Millionen Euro hätte sparen können. "Wer haftet nun?", fragte Rethage in dem Interview. Das werde wohl vor Gericht geklärt. Er sprach auch von "Unstimmigkeiten bei der Kerosinversorgung" zu seiner Zeit, ohne ins Detail zu gehen.

Der ehemalige Fliegerhorst Hahn gehört bisher zum großen Teil Rheinland-Pfalz, zum kleinen Teil Hessen. Der Verkauf an die chinesische Firma SYT war wegen einer ausstehenden Zahlung und eines mutmaßlich gefälschten Bankbelegs spektakulär geplatzt. Nun verhandelt Rheinland-Pfalz erneut mit Interessenten.

dpa


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