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Schulen

CDU und SPD streiten sich um Sinn von Förderschulen

Regierung und Opposition haben am Dienstag ihren Streit um den Bildungsgipfel fortgesetzt. Die von der Landesregierung initiierte Konferenz werde ohne substanzielle Fortschritte bei gebundenen Ganztagsschulen und Inklusion scheitern, sagte SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel am Dienstag im Landtag in Wiesbaden.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion. 

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion. 

© Frank Rumpenhorst/Archiv

Wiesbaden. Die CDU hielt den Sozialdemokraten dagegen vor, erneut "die Einheitsschule" zu propagieren. Die Abschaffung von Förderschulen und Gymnasien werde es mit der Union nicht geben, sagte der Abgeordnete Armin Schwarz.

Der bildungspolitische SPD-Sprecher Christoph Degen hatte zuvor in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) Förderschulen langfristig zum Auslaufmodell erklärt. Nach der Grundschule müsse zum Beispiel auch ein Kind mit Down-Syndrom, dessen Freunde aufs Gymnasium kämen, mitgehen können, sagte Degen. Er ist selbst Lehrer an einer Förderschule.

Die CDU beharrt dagegen darauf, dass Förderschulen oft besser für das Wohl behinderter Kinder seien. Der inklusive Unterricht könne nur für einige Schüler erfolgversprechend sein, erklärte Schwarz.

Die Verpflichtung zur Inklusion müsse für alle Schulformen gelten, sagte Schäfer-Gümbel und unterstützte damit seinen bildungspolitischen Sprecher. Man werde beim Bildungsgipfel kein Papier mit "Allgemeinplätzen" unterschreiben. Der SPD-Fraktionschef forderte, dass jährlich 100 Grundschulen in Ganztagsangebote umgewandelt werden müssten. Auch bei weiterführenden Schulen müsse es Angebote geben.

Die vergangene Woche von CDU-Kultusminister Alexander Lorz angekündigte Aufnahme von 38 neuen Grundschulen ins Ganztagsprogramm im kommenden Schuljahr 2015/16 hält die SPD für ungenügend. Die letzte Sitzung des Bildungsgipfels ist am 17. Juli. Dann wollen die fünf Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vorlegen. Umstritten ist neben den Themen Ganztagsschulen und Inklusion auch die künftige Schulstruktur in Hessen.

dpa


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