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Flüchtlinge

Ärztepräsident: Noch zu wenig Mediziner für Flüchtlinge

Die medizinische Betreuung der Flüchtlinge in Hessen läuft nicht optimal. "Die ärztliche Versorgung hinkt hinterher", sagte Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.
Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand.

Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand.

© Patrick Seeger/Archiv

Frankfurt/Gießen. Die Mediziner in der Erstaufnahme würden "bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten arbeiten".

Mehr als 14 000 Menschen leben derzeit in der Erstaufnahme in Gießen und ihren rund ein Dutzend Außenstellen. Bis Jahresende könnten es laut Sozialministerium 100 000 sein. "Der große Andrang verlangt von allen Beteiligten ein außerordentliches Maß an Improvisation."

Es "bedarf weitaus größerer personaler Ressourcen", um die Lage zu verbessern, sagte Hatzbach. Mitte August hatte die Kammer um Hilfe gebeten - bis letzte Woche hatten sich nach Angaben einer Sprecherin 250 Mediziner gemeldet. Erschwert werde die Situation durch "komplexe" organisatorische Abläufe und die Sprach-Barrieren.

Ziel müsse es sein, "dass jeder Flüchtling innerhalb von drei Tagen nach seiner Ankunft einen Arzt sieht" und bei einer akuten Erkrankung schnell Hilfe bekommt. Seine Forderung: "Jeder in Deutschland registrierte Flüchtling sollte eine normale Versichertenkarte erhalten." Politisch ist das Thema umstritten.

dpa


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