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Migration

26 400 Flüchtlinge in Erstaufnahme

In dem ehemaligen Neckermann-Gebäude in einem Frankfurter Gewerbegebiet ziehen 2000 Flüchtlinge ein. Die Unterkunft dient als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung. Die Stadt hatte das Areal für die Unterbringung bereits als nicht geeignet abgelehnt.
Die damalige Zentrale des Versandhandels Neckermann.

Die damalige Zentrale des Versandhandels Neckermann.

© Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden/Frankfurt. Rund 26 400 Flüchtlinge leben derzeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen Hessens, darunter etwa 4100 in Zelten. In Frankfurt entsteht Mitte Dezember eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für rund 2000 Flüchtlinge auf dem ehemaligen Neckermann-Gelände. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg und im Lahn-Dill-Kreis sollen noch einmal Unterkünfte für jeweils 1000 Menschen eingerichtet werden, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. An rund zehn Standorten leben die Schutzsuchenden in Zelten, die meisten davon werden wegen der winterlichen Temperaturen durch Leichtbauhallen oder Container ersetzt.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hält die Gebäude, die das Hessische Immobilienmanagement derzeit instand setzt, für "in hohem Maße geeignet". Frauen und Kinder sowie alleinreisende Männer könnten darin getrennt voneinander untergebracht werden. Zudem seien Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs gut erreichbar. Auf dem Gelände befänden sich verschiedene Verwaltungsbauten, Lager- und Logistikhallen. Sie könnten in Aufenthalts-, Schulungs- und medizinische Räume unterteilt werden. Das mehr als 23 Fußballplätze große Areal hatte vor rund zwei Jahren mit einer türkischen Investorengruppe einen neuen Eigner bekommen.

Die Stadt hatte das Areal als Unterbringung für Flüchtlinge bereits verworfen, weil es unter integrativen Gesichtspunkten nicht gut geeignet sei, sagte die Sprecherin des Sozialdezernats, Manuela Skotnik. "Bei einer Erstaufnahme spielt das aber eine andere Rolle." Für das Management sei das Regierungspräsidium verantwortlich, die Ausschreibung für einen Betreiber laufe noch. Die Stadt übernehme lediglich eine Vermittlerrolle zwischen Betreibern, Behörden und Bürgern und werde für diese eine Informationsveranstaltung anberaumen.

In Frankfurt leben nach Angaben der Stadt derzeit fast 2500 zugewiesene Flüchtlinge. Außerdem hält die Stadt für das Land rund 1000 Plätze für Notunterkünfte vor - vor allem in Hallen. Davon seien derzeit 545 belegt.

dpa


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