In Syrien sind zwei Anschläge verübt worden.
Bislang war es in der zweitgrößten Stadt Syriens relativ ruhig. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Terroranschläge hätten einem Gebäude des Militärgeheimdienstes und dem Sitz der Ordnungspolizei gegolten. Es habe mehrere "Märtyrer" gegeben. Das Staatsfernsehen nannte "bewaffnete Terrorgruppen" als Urheber - womit Regimegegner gemeint sind.
Gegner von Präsident Baschar al-Assad machten dagegen dessen Regime für die Anschläge verantwortlich. Sie erklärten unter Berufung auf Anwohner, die vor den Explosionen verdächtiges Verhalten der Sicherheitskräfte beobachtet haben wollen: "Dies ist ein weiteres schwarzes Theaterstück des Regimes."
Die Regierungstruppen hätten nach den Detonationen jeweils mehrere Schüsse abgegeben, um den Eindruck zu erwecken, es habe ein Gefecht zwischen ihnen und den "Terroristen" stattgefunden.
Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete, in der Provinz Homs, die seit Tagen unter Beschuss steht, seien am Donnerstag 63 Getötete geborgen und identifiziert worden. Andernorts in Syrien hätten die Truppen des Regimes mindestens zwölf Zivilisten getötet.
Unterdessen zog die Führung im Nachbarland Libanon Truppen an der Grenze zu Syrien zusammen. Zuvor war berichtet worden, über die Grenze würden Waffen in die syrische Protesthochburg Homs geschmuggelt, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Armeequellen erfuhr. "Mit dieser Maßnahme soll die libanesische Grenze geschützt werden", hieß es. Ein Augenzeuge berichtete, zahlreiche Soldaten seien am Freitagmorgen an die Grenze beordert worden, wo sie Kontrollpunkte errichtet hätten.
dpa/sag
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