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Terrorspur führt nach Gießen

Nach Brüsseler Anschlag Terrorspur führt nach Gießen

Am Hauptbahnhof in Gießen ging der Polizei ein Mann ins Netz, der möglicherweise mit den Attentätern von Brüssel Kontakt hatte.

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Das SEK soll je einen Verdächtigen in Gießen und Düsseldorf festgenommen haben.

Quelle: dpa

Gießen. Am Gießener Bahnhof nahm eine Streife der Bundespolizei schon am Donnerstagmorgen um 1.45 Uhr nach Angaben von Polizeipräsidium Mittelhessen und Staatsanwaltschaft Gießen einen 28-jährigen Marokkaner fest.  Bei einer Identitätskontrolle sei festgestellt worden, dass er mehrfach unter verschiedenen falschen Namen eingereist war und Asyl beantragt hatte, berichtete die Staatsanwaltschaft gestern.

Was macht der Mann in Gießen?

Warum sich der Mann in Gießen aufhielt und woher er möglicherweise kam, ist noch nicht bekannt. Wenige Minuten vor seiner Festnahme war der letzte Zug des Abends – ein Regionalexpress von Fankfurt nach Marburg – in Gießen eingetroffen. Der nächste Zug verlässt Gießen  erst um 4.14 – eine Regionalbahn nach Hanau.
Nach „Spiegel“-Angaben kommt in einer Kurznachricht des Verdächtigen der Name des U-Bahn-Attentäters von Brüssel, Khalid El Bakraoui, vor. Eine weitere Nachricht enthielt nur das Wort „fin“ - französisch für „Ende“. Diese Nachricht sei offenbar am Dienstag um 9.08 Uhr gesendet worden. Bakraoui sprengte sich um 9.11 Uhr in die Luft.

Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Die Ermittler versuchen nun zu klären, inwieweit der Mann zum Umfeld der Attentäter gehört haben könnte. Bei dem Mann seien mehrere Dokumente gefunden worden, die darauf schließen ließen, dass er sich zuletzt auch in der Umgebung von Brüssel aufgehalten habe. Ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Gießen erließ gestern Haftbefehl gegen den Mann - zunächst nur wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz und Falschbeurkundung.

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dpa/co

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