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Suu Kyi fährt nicht zur UN-Vollversammlung

Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi fährt nicht zur UN-Vollversammlung

Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin und Regierungschefin von Myanmar, hat ihre Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York abgesagt. Die 72-Jährige steht international in der Kritik, weil sie nichts gegen die brutale Verfolgung der muslimischen Minderheit der Rohingya in ihrem Land unternimmt.

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International in der Kritik: Aung San Suu Kyi, Regierungschefin von Myanmar, tut nichts gegen die Verfolgung der Rohingya in ihrem Land unternimmt. Hunderttausende Rohingya sind auf der Flucht. An diesem Mittwoch will sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Thema befassen.

Quelle: dpa

Rangun. Die Vereinten Nationen sprechen von „ethnischen Säuberungen“: 370 000 Menschen, die zur muslimischen Minderheit der Rohingya gehören, sind in Myanmar auf der Flucht nach Bangladesch. Die Weltöffentlichkeit ist besorgt, doch Regierungschefin Aung San Suu Kyi schweigt zu dem brutalen Vorgehen von Myanmars Sicherheitskräften gegen die Muslime. Einst war die Friedensnobelpreisträgerin eine Hoffnungsträgerin, inzwischen steht sie massiv in der Kritik. Jetzt hat sie die Teilnahme an der diesjährigen UN-Vollversammlung in New York ohne Angabe von Gründen abgesagt. An diesem Mittwoch will sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage in Myanmar befassen.

Suu Kyi führt seit vergangenem Jahr in dem südostasiatischen Land als „Staatsrätin“ praktisch die Regierung. Bislang äußerte sie sich kaum zu der Verfolgung der Rohingya, die bei großen Teilen der buddhistischen Mehrheit in Myanmar verhasst sind. Sie machte „Terroristen“ für den Konflikt verantwortlich. Vermutet wird, dass sie sich nicht mit den Militärs im Land anlegen will.

Die jüngste Gewaltwelle hatte am 25. August mit Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten in der Unruheprovinz Rakhine begonnen. Die Rohingya sind staatenlos, seit das damalige Birma ihnen 1982 die Staatsbürgerschaft aberkannte. Vor der aktuellen Massenflucht waren bereits rund 400 000 von ihnen nach Bangladesch geflohen.

Von RND/dpa

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