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Lkw rast in Weihnachtsmarkt: Was wir bisher wissen

Möglicher Anschlag in Berlin Lkw rast in Weihnachtsmarkt: Was wir bisher wissen

Ein Sattelschlepper rast auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Neun Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Der Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen. Was wir bisher wissen.

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Bei einem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind am Montagabend mindestens neun Menschen getötet worden.
 

Quelle: Julian Stähle / MAZ

Berlin.  Bei einem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind am Montagabend mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 50 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Ein Polizeisprecher sagte kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls, es handle sich vermutlich um einen Anschlag.

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In Berlin ist kurz vor Weihnachten ein Anschlag mit einem Lastwagen verübt worden. Ein tonnenschwerer Lkw fuhr auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben.

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Der dunkle Lastwagen mit polnischem Kennzeichen fuhr laut Polizei gegen 20 Uhr auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern mit hoher Geschwindigkeit über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden.

Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Ein weiterer Mann, der auf dem Beifahrersitz saß, sei tot.

Der an der Vorderseite stark demolierte Lastwagen kam am Rande der Budapester Straße zum Stehen. Der Fahrer war zunächst Richtung Zoo geflüchtet.

Polizei: „Verheerendes Bild vor Ort“

Ob der Vorfall einen terroristischen Hintergrund hat, war zunächst offen. Die Polizei bat Anwohner, zuhause zu bleiben. Es gebe ein „verheerendes Bild vor Ort“, sagte ein Polizeisprecher. Umstehende berichteten dpa-Reportern, dass der Lkw Dutzende Menschen überfahren habe.

Möglicher Anschlag in Berlin: Die Entwicklungen im Newsblog

Ein Lastwagen ist am Montagabend in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gerast. Mindestens neun Menschen starben. Der mutmaßliche Fahrer wurde festgenommen. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen  in unserem Newsblog.

Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski in einem Telefonat dem polnischen Sender TVN 24 sagte. Der Fahrer sei seit etwa 16 Uhr nicht mehr zu erreichen gewesen. Es handele sich um seinen Cousin, er könne seine Hand für ihn ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei. „Es kann einfach nicht mein Fahrer gewesen sein“, sagte Zurawski zu dem Vorfall. „Ihm muss etwas angetan worden sein“, mutmaßte er. „Ich stehe so unter Schock.“

Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen

Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort. Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt herunter gelassen. Laut Feuerwehrsprecher Gerling trafen die ersten Notrufe um 20.07 Uhr ein. Gegen Mitternacht befanden sich demnach 20 Personen in Krankenhäusern. Rund 30 Menschen seien leichter oder seelisch verletzt.

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen. Das teilte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am Abend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der an der Front stark demolierte Lastwagen kam am Rande der Budapester Straße zum Stehen. Der Fahrer war zunächst Richtung Zoo geflüchtet.

Müller: Situation ist unter Kontrolle

Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort. Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt herunter gelassen. Ein Bundespolizeisprecher sagte: „Wir gucken nun, wie wir die Kollegen des Landes Berlin unterstützen können.“

Nach Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) war die Situation am Abend unter Kontrolle. Der Regierungschef reagierte geschockt. „Was wir hier sehen, ist dramatisch“, sagte Müller auf dem Breitscheidplatz. Seine Gedanken seien bei den Familien, die Tote oder Verletzte zu beklagen hätten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich bestürzt. „Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter mit. Merkel sei mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Müller in Kontakt.

Erinnerungen an Nizza werden wach

Bundesinnenminister de Maizière erklärte: „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls. Ich stehe in unmittelbarem und durchgehendem Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin und habe jede Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten.“

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklärte: „Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden.“

Bei einem Anschlag im Juli in Nizza waren 86 Menschen ums Leben gekommen, als ein Terrorist mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr. Für den Anschlag hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verantwortung übernommen.

Von dpa/RND/abr/fw/wer

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