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Grüne planen nationale Glyphosat-Eindämmung

Pflanzengift Grüne planen nationale Glyphosat-Eindämmung

In der aktuellen Debatte um das Herbizid Glyphosat wollen die Grünen eine weitestgehende Reduzierung des Einsatzes des Unkrautvernichtungsmittels in Deutschland erwirken. Dies kündigte Fraktionschef Anton Hofreiter gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) an.

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Anton Hofreiter kritisiert das Vorgehen des Agrarministers Christian Schmidt.

Quelle: dpa

Hannover. Die Grünen planen eine Gesetzesinitiative für eine weitgehende Beschränkung des Einsatzes des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Deutschland. „Glyphosat zerstört unsere Artenvielfalt und ist wahrscheinlich krebserregend - die Anwendung muss in allen Bereichen massiv reduziert werden“, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Dazu werden wir einen Antrag in den Bundestag einbringen, dem sich die anderen Parteien anschließen müssen, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen“, sagte Hofreiter mit Blick auf die Empörung der SPD über den Alleingang von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Der CSU-Politiker hatte in Brüssel gegen den Willen der Sozialdemokraten für die weitere EU-Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat gestimmt.

Hofreiter kritisierte die CSU für dieses Vorgehen scharf: „Es ist ein Skandal, dass Minister Schmidt Rückendeckung von Horst Seehofer hatte. Die CSU hat nur die eigene Klientel und Industrieinteressen im Sinn.“ Der bisherige und wahrscheinlich auch künftige Fraktionschef der Grünen im Bundestag rief Kanzlerin Angela Merkel zu Konsequenzen auf. „Jetzt geht es um Schadensbegrenzung: Angela Merkel muss Minister Schmidt entlassen und einen nationalen Glyphosat-Ausstieg einleiten“, forderte Hofreiter.

Von RND

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