Stillstand in Griechenland.
Seit Mitternacht steht der Flug- und Fährverkehr still. Zahlreiche Bahnverbindungen sind unterbrochen. In der Hauptstadt Athen fahren hingegen weiterhin die Busse, um die Streikenden zu Kundgebungen ins Stadtzentrum zu bringen. Dazu ist auch eine U-Bahn-Linie im Betrieb. Auch in anderen Großstädten Griechenlands wurden Streiks angekündigt, darunter in Thessaloniki.
Der Generalstreik dürfte dazu führen, dass an Schulen, Gerichten, in Verwaltungen, Banken und Krankenhäusern nur eingeschränkt gearbeitet wird. Selbst Nachrichten bleiben den Griechen am Mittwoch vorenthalten, da auch die Journalistengewerkschaft zum Streik aufgerufen hat. Am Donnerstag erscheinen deshalb keine Zeitungen.
Aufgerufen zu dem Streik haben unter anderem der Gewerkschaftsbund GSEE mit einer Million Mitgliedern und der Beamtenbund Adedy mit 300.000 Mitgliedern sowie die Gewerkschaften der Seeleute und der Bankbediensteten. Der Streik richtet sich gegen geplante Sparmaßnahmen der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou, die so die Haushaltskrise des Landes meistern will. Die Regierung wird von der EU wegen der hohen Verschuldung zu drastischen Einsparungen gedrängt, etwa zur Streichung des 14. Monatsgehaltes.
afp/ap
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