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Behörden mit haarsträubenden Versäumnissen

Fall Anis Amri Behörden mit haarsträubenden Versäumnissen

Der Ex-Bundesanwalt Bruno Jost stellt seinen Schlussbericht zum Berlin-Anschlag vor. Darin spricht er über erhebliche Versäumnisse. So heißt es auch, dass die Tat von Anis Amri „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ hätte verhindert werden können. Das berichtet „Spiegel Online“.

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Der Breitscheidplatz nach dem Terroranschlag am 19. Dezember 2016.

Quelle: dpa

Berlin. Nach Informationen von „Spiegel Online“ fällt der Sonderermittler zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ein vernichtendes Urteil über die Arbeit der Polizei-Behörden. Die sei „mangelhaft“, „fehlerhaft“ und „verspätet“ gewesen, zitiert der „Spiegel“ aus dem Abschlussbericht von Bruno Jost. Dem Magazin liegt nach eigenen Angaben das 72 Seiten starke Dokument vor.

Am 19. Dezember 2016 raste Amis Amri mit einem Lkw in eine Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz. Zwölf Menschen kamen bei dem Terrorakt ums Leben.

„Spiegel Online“ zitiert aus dem Bericht weiter, dass nach der Einschätzung Josts, der Anschlag hätte verhindert werden können. Er stelle klar, dass Amri im Herbst 2016 mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ hätte in Haft genommen werden können. Die Polizei wie Staatsanwaltschaft hätten ihre Arbeit allerdings nicht ordentlich gemacht. Dies hänge auch mit der Überlastung und Überforderung des Berliner Landeskriminalamts (LKA) zusammen. So habe das LKA Amri nur wenige Wochen lang und sporadisch observiert– lediglich von Montag bis Freitag und auch nicht an Feiertagen. Und das, obwohl Amri wohl zwischenzeitlich als dringlichster Fall der Hauptstadt galt.

Von sos/RND

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