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Akhanli wird nicht an Türkei ausgeliefert

Spanischer Ministerrat Akhanli wird nicht an Türkei ausgeliefert

Der türkischstämmige Schriftsteller Dogan Akhanli aus Köln wird von Spanien nicht an die Türkei ausgeliefert. Das teilte das spanische Justizministerium am Freitag in Madrid mit. Bundesaußenminister Gabriel zeigte sich erleichtert.

Der in der Türkei geborene deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli wird nicht an sein Geburtsland ausgeliefert.

Quelle: AP

Madrid. Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli darf Spanien verlassen. Die spanische Justiz hat das Auslieferungsersuchen der Türkei gegen den Autor mit türkischen Wurzeln abgelehnt. Das habe der Ministerrat in Madrid entsprechend eines Vorschlags von Justizminister Rafael Catalá entschieden, heißt es in einer Erklärung.

Akhanli war am 19. August bei einem Spanienurlaub wegen eines türkischen Fahndungsaufrufs festgenommen worden. Einen Tag später wurde er freigelassen, musste sich seither aber wöchentlich bei der Polizei melden. Die Türkei wirf ihm Beteiligung an einem Raubmord vor. Akhanli bestreitet das und sieht politische Motive hinter dem Auslieferungsantrag.

Der Schriftsteller sagte dem „ Kölner Stadt-Anzeiger“, er werde am kommenden Mittwoch in Köln eintreffen. „Ich bin natürlich erleichtert. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet“, so der 60-Jährige, der seit 2001 deutscher Staatsbürger ist.

Gabriel hofft auf schnelle Rückkehr nach Deutschland

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den Stopp des Auslieferungsverfahrens begrüßt. „Ich bin sehr erleichtert und freue mich, dass das spanische Kabinett das Auslieferungsverfahren der Türkei für Herrn Akhanli nicht mehr weiterführen will“, sagte Gabriel. Damit Akhanli ausreisen könne, müsse jetzt das zuständige Gericht die bisherigen Auflagen noch aufheben. „Ich hoffe, dass dies nun schnell und unkompliziert passiert, so dass Herr Akhanli nach Deutschland zurückkehren kann.“ Die Bestätigung durch das Gericht gilt als Formsache und wird innerhalb weniger Tage erwartet.

Von RND/dpa

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