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300 Festnahmen bei Krawallen im Vorfeld des NATO-Gipfels

Protest 300 Festnahmen bei Krawallen im Vorfeld des NATO-Gipfels

Bei Krawallen im Vorfeld des NATO-Gipfels sind in der Nacht auf Freitag in Straßburg rund 300 Demonstranten vorübergehend festgenommen worden. Von ihnen seien 105 in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

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Bei Krawallen im Vorfeld des NATO-Gipfels ist es in der Nacht zum Freitag in Straßburg zu Ausschreitungen gekommen. In Kehl brannten Barrikaden (Foto).

Quelle: Torsten Silz/ddp

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur ddp wurde bei den Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten verletzt. Er sei von einem Gummigeschoss in den Bauch getroffen und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Agentur mit.

Zu den Ausschreitungen war es im Straßburger Vorort Neuhof gekommen, wo die Gipfelgegner ein "Protest-Camp" errichtet haben. Als von dort am Donnerstagnachmittag etwa 500 zumeist schwarz gekleidete und vermummten Demonstranten in Richtung Straßburger Stadtzentrum ziehen wollten, setzten Polizisten Tränengas ein. Die Protestteilnehmer errichteten eine Barrikade, zertrümmerten ein Dutzend Bushaltestellen und zündeten mehrere Mülleimer an, wie ein AFP-Reporter berichtete. Nach Angaben der Polizei waren einige Demonstranten mit Holzpflöcken bewaffnet.

In der Nacht riegelte ein Großaufgebot der Polizei das Camp ab. Ein Polizeihubschrauber mit starken Scheinwerfern habe das Zeltlager überflogen, sagte ein Sprecher der internationalen Anti-NATO-Koordination. Nach seinen Angaben waren bis Donnerstagabend rund 3000 NATO-Gegner in dem Lager eingetroffen.

Für die am Samstag in Straßburg geplante Großkundgebung "Stop NATO" rechnet die Polizei mit mindestens 10.000 Teilnehmern. Ein Teil von ihnen wollte zunächst in der badischen Grenzstadt Kehl demonstrieren und dann über die Rheinbrücke zu der Kundgebung stoßen.

Die Polizei drohte mit einem harten Vorgehen gegen Störer. Den Auflagen zufolge dürfen sich die Demonstranten nur auf einer rund sieben Kilometer langen Strecke im Gebiet des Straßburger Rheinhafens bewegen - weit entfernt von der hermetisch abgeriegelten Innenstadt und dem Kongresszentrum, wo sich die Staats- und Regierungschefs der 28 NATO-Staaten, unter ihnen US-Präsident Barack Obama, treffen wollen. Das Treffen zum 60. Bestehen der NATO beginnt am Freitagabend mit einem Gala-Diner in Baden-Baden. Am Samstag werden die Beratungen in Straßburg fortgesetzt.

afp

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