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Van Veen dichtet gegen Rechtspopulismus

Niederländischer Liedermacher Van Veen dichtet gegen Rechtspopulismus

Der Künstler Herman van Veen (72) hat zur Parlamentswahl in den Niederlanden seine Furcht vor dem Rechtspopulismus deutlich gemacht. Dennoch gibt er sich zuversichtlich: „In den Niederlanden wird es nicht so laufen wie in den Vereinigten Staaten, denke ich als internationaler Zeitungsleser.“

Herman van Veen wählt eine Partei, die bedingungslos für die universellen Menschenrechte steht.

Quelle: dpa

Berlin. Der auch in Deutschland bekannte Liedermacher („Ich hab ein zärtliches Gefühl“, „Warum bin ich so fröhlich?“) hat unter dem Titel „Eine Stimme“ in einem Gastbeitrag für „Spiegel Online“ seine Sorgen hinsichtlich der Rechtspopulisten um Geert Wilders in Form eines Gedichts deutlich gemacht, gleichzeitig aber auch ein wenig relativiert: „Wir haben keinen einzigen Politiker, der schneller als sein Schatten twittert.“ Vor allem aber sei das Wahlsystem anders. Und auch wenn Rechtspopulisten nach diesen Wahlen in den Niederlanden nicht mitregieren werden, seien „die vielen Stimmen, die sie kriegen werden“ dennoch „besorgniserregend“.

„Populisten machen die Politik nieder“

Weiter schrieb van Veen: „Rechtspopulismus ist gefährlich, weil er Hass sät gegenüber Minderheiten. Populisten, wo auch immer, machen chronisch die Medien, die Wissenschaft, die richterliche Macht und die Politik nieder. Dadurch gerät unsere kritische Informationsversorgung und vernünftige Demokratie unter Druck.“ Er werde am Mittwoch „in ein multifunktionelles Kirchlein“ bei sich im Dorf radeln und eine Partei wählen, „die bedingungslos steht für die universellen Menschenrechte und ganz besonders die der Kinder“.

Parteien schließen Zusammenarbeit mit Wilders aus

Die Niederländer wählen an diesem Mittwoch ein neues Parlament. Der bisherigen großen Koalition aus Rechtsliberalen und Sozialdemokraten werden Verluste vorhergesagt. Dagegen kann die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Geert Wilders nach den Umfragen auf Gewinne hoffen. Doch auch wird der Islam- und EU-Gegner Wilders kaum an einer Regierung beteiligt werden. Fast alle Parteien schlossen eine Zusammenarbeit mit ihm aus.

Von RND/dpa

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