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Gemeinde will Glyphosat verbieten

Pflanzenschutzmittel Gemeinde will Glyphosat verbieten

Europaweit darf das umstrittene Mittel weiter eingesetzt werden. Doch die Samtgemeinde Artland will Glyphosat nun auf seinen eigenen Äckern verbieten. Das Landvolk im Kreis Osnabrück lehnt das ab.

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Kanister mit einem glyphosathaltigen Mittel.

Quelle: dpa

Hannover. Der Umweltausschuss der Samtgemeinde Artland im Kreis Osnabrück hat bereits zusgestimmt – am Donnerstagabend ist nun der Rat mit Sitz in Quakenbrück dran: Auf Antrag der Grünen soll die Samtgemeinde den Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat auf seinen eigenen Ackerflächen verbieten. Im Anschluss müssten das Verbot dann in die Pachtverträge geschrieben werden. Es geht nach Angaben eines Sprechers der Gemeinde um 60 Hektar Acker und Grünland, die an 15 Landwirte verpachtet sind. Im Artland wird bereits auf rund 102 Hektar gemeindeeigener Grünflächeauf  Pflanzenschutzmittel verzichtet. Wie auch Hannover oder Göttingen zählt das Artland zu derzeit acht pestizidfreien Kommunen in Niedersachsen. 

Beim Landvolk stoßt der Antrag der Grünen dennoch auf Ablehnung: „Es gibt keinen Grund, das zu verbieten“, sagte der Kreisvorsitzende Albert Schulte to Brinke der HAZ. „Die Wissenschaft ist sich einig: Das Mittel ist unbedenklich. Darauf müssen sich die Landwirte verlassen können.“ Er halte es daher für schwer nachvollziehbar, dass ein Verbot in die Pachtverträge geschrieben werden solle.

Laut einem Bericht des „Berßenbrücker Kreisblatts“ dürfte das Verbot am Donnerstagabend dennoch eine Mehrheit erhalten. Die Fraktionen im Artländer Rat haben nach der Zustimmung des Umweltausschusses die Abstimmung freigegeben. In der CDU gibt es Befürworter und Gegner, die ohne Fraktionsdisziplin entscheiden können. SPD und Linke haben Zustimmung signalisiert, die FDP Ablehnung. 

Von Karl Doeleke

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