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Opfer traut sich nicht mehr allein aus dem Haus

Nach Würgeangriff Opfer traut sich nicht mehr allein aus dem Haus

Eine junge Frau wird von hinten angesprungen, zu Boden geworfen und gewürgt. Der Täter soll ein 20-Jähriger gewesen sein. In der Vernehmung nennt er ein Motiv, das schier unglaublich ist.

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Lüneburg . Nach einer Würgeattacke auf eine junge Frau muss sich ein 25-Jähriger wegen versuchten Mordes verantworten. Der Mann soll versucht haben, die ihm völlig unbekannte 20-Jährige an einem Badesee bei Maschen im Kreis Harburg zu töten. Der Prozess begann am Dienstag am Landgericht Lüneburg.

Mit der Tat im vergangenen Juli habe er nach einer von ihm für gescheitert gehaltenen Beziehung den Mut fassen wollen, sich anschließend selbst umzubringen. Das sagte er kurz nach der Tat in einer Vernehmung vor dem Amtsgericht Winsen, die am Dienstag verlesen wurde.

Das Opfer überstand den Vorfall ohne größere bleibende körperliche Schäden. Die junge Frau beschrieb am ersten Prozesstag aber die schwerwiegenden psychischen Folgen der Tat. So traue sie sich seitdem nicht mehr allein aus dem Haus zu gehen.

In einem Waldstück war die junge Frau von hinten angesprungen und zu Fall gebracht worden. Dabei soll der Angeklagte sie mit aller Kraft gewürgt haben. Eine Zeugin schritt jedoch ein, sie schrie den Mann an und drohte mit der Polizei. Die Angegriffene soll da bereits bewusstlos gewesen sein. Kurz darauf wurde der 25-Jährige festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Dem Angeklagten wird auch gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Mann habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, erklärte der Staatsanwalt. Der Verteidiger sagte nach Verlesung der Anklage, sein Mandant wolle zunächst keine Angaben machen. "Es ist ein großes Bedürfnis für meinen Mandanten, sich bei Ihnen zu entschuldigen", erklärte er nach der Aussage des Opfers in Richtung der 20-Jährigen.

Bis zum 20. Januar hat die 4. große Strafkammer insgesamt sieben Termine angesetzt. Geladen sind fünf Zeugen und zwei Sachverständige, darunter auch ein psychiatrischer Gutachter. Dem Angeklagten droht eine mehrjährige Haftstrafe.

dpa

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