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Nach Airbus-Absturz immer mehr Leichen geborgen

Flugzeugunglück Nach Airbus-Absturz immer mehr Leichen geborgen

Eine Woche nach dem Absturz einer französischen Passagiermaschine über dem Atlantik finden die Suchmannschaften immer mehr Tote und Trümmer.

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Im Atlantik werden immer mehr Tote und Trümmerteile der verunglückten Air-France-Maschine gefunden.

Quelle: afp

Nach tagelanger vergeblicher Suche barg das brasilianische Militär bis zum Montag 17 Leichen und etliche Wrackteile der Air-France-Maschine, wie ein Luftwaffensprecher sagte. Als Auslöser der Katastrophe gerieten die Geschwindigkeitsmesser des Airbus verstärkt in Verdacht.

Die Bergungsmannschaften hätten an der Unglücksstelle rund 1100 Kilometer vom Festland dutzende Trümmer des Flugzeuges aus dem Wasser gefischt, sagte Luftwaffensprecher Henry Munhoz in der brasilianischen Küstenstadt Recife. Eine Fregatte habe am Sonntag neun weitere Leichen geborgen, unter ihnen vier Frauen und vier Männer. Eine französische Fregatte habe acht Tote geborgen, nachdem am Samstag die beiden ersten toten Passagiere des Unglücksfluges von Rio de Janeiro nach Paris gefunden worden waren. Die Leichen sollten am Dienstag zur Inselgruppe Fernando de Noronha gebracht und dort untersucht werden.

An der Suche nach den Überresten des Air-France-Fluges AF447 beteiligten sich insgesamt 14 Flugzeuge und sechs Schiffe. Am Mittwoch sollte das französische Atom-U-Boot „Emeraude“ dazukommen, das möglicherweise die Flugschreiber der Unglücksmaschine orten könnte; demnächst soll auch das französische Meeresforschungsschiff „Pourquoi pas?“ eintreffen, das Tauchroboter an Bord hat. Die Flugschreiber senden noch etwa drei Wochen lang Ortungssignale aus, bis ihre Batterien leer sind.

Weshalb der Airbus A330 mit 228 Menschen an Bord am Pfingstmontag abstürzte, ist immer noch unklar. Auf Probleme mit den Geschwindigkeitsmessern deuten die letzten technischen Meldungen hin, die das Flugzeug vor dem Absturz automatisch absetzte, wie die Ermittler in den vergangenen Tagen sagten. Zum anderen teilte Air France am Samstag mit, es tausche die fraglichen Sensoren an allen A330 und A340 seit Ende April schneller als vorgesehen aus, weil es seit Mai vergangenen Jahres zu mehreren „Zwischenfällen“ bei der Datenübertragung gekommen sei. Die französische Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ berichtete, Probleme mit der Geschwindigkeitssensoren bei der A330 seien seit 1996 bekannt. Die Ermittler schließen allerdings weiter keine mögliche Ursache für den Absturz aus.

afp

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