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Mehr als 40 Verletzte – Notbremsung vor Aufprall

Zugunglück in Nordrhein-Westfalen Mehr als 40 Verletzte – Notbremsung vor Aufprall

Der Lokführer des Personenzuges reagierte geistesgegenwärtig: Um nicht in voller Fahrt auf einen stehenden Güterzug bei Meerbusch zu prallen, leitete er eine Notbremsung ein. Damit verhinderte er wohl ein verheerendes Unglück. Dennoch wurden mehr als 40 Fahrgäste verletzt.

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Rettungskräfte konnten die Unglücksstelle schnell sichern.

Quelle: Feuerwehr Meerbusch

Meerbusch. Bei einem Zugunglück in Meerbusch nahe Neuss sind am Dienstagabend mehrere Menschen verletzt worden. Die Bundespolizei NRW sprach nach ersten Schätzungen von 50 Verletzten, die Deutsche Bahn nannte zunächst 20. Die Feuerwehr Meerbusch twitterte gegen 22.15 Uhr, es seien 47 Passagiere verletzt worden.

„Der Triebfahrzeugführer hat eine Vollbremsung eingeleitet“, sagte Marcel Winter, der Sprecher des betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmens National Express, der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann habe sich damit vermutlich selbst das Leben gerettet. Laut „Bild“-Zeitung verließ er den Führerstand und hätte die Fahrgäste informierte. Er forderte sie auf so schnell wie möglich, den vorderen Zugteil zu verlassen und nach hinten zu gehen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, sei noch nicht bekannt, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin

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Bei einem Zugunglück bei Meerbusch sind am Dienstagabend offenbar mehrere Menschen verletzt worden. Ein Personenzug war auf einen Güterzug aufgefahren.

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Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen. Zahlreiche Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug, nachdem sie bereits Kontakt mit den Passagieren aufgenommen hatten. Deren Rettung war zunächst schwierig, weil durch die herabgerissenen Leitungen auch die Bahn unter Strom stand.

Zahlreiche Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug, nachdem sie bereits Kontakt mit den Passagieren aufgenommen hatten. Deren Rettung war zunächst schwierig, weil durch die herabgerissenen Leitungen auch die Bahn unter Strom stand. Nach zwei Stunden konnten allerdings die ersten Passagiere und auch der verletzte Lokführer den Unglückszug verlassen.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Fahrgäste sprachen von einem „großen Knall“ und einer Vollbremsung. Der Regionalexpress wird vom privaten Bahnanbieter National Express betrieben. Ein Großaufgebot von Bundespolizei, Feuerwehr und Polizei sei vor Ort, twitterte die Bundespolizei NRW.

Von dpa/RND

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