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Hundeliebe zu Pepe

Jack Russell rettet junges Eichhörnchen

Es gibt viele tierische Freundschaften, doch diese ist ganz besonders: Der Jack Russell Terrier von Kristin Kuhlmann und Markus Heyer aus Winzlar (Kreis Schaumburg) hat einem jungen Eichhörnchen das Leben gerettet und eine innige Freundschaft zu ihm geschlossen.

Ein Herz und eine Seele: Jack Russell Killer passt gut auf Eichhörnchen Pepe auf.

© ade

Winzlar . „Wir hätten es gar nicht gefunden, wenn Killer nicht gewesen wäre!“ Killer – das ist der Name des Jack Russell und dieser Name ruft gerade in Kombination mit den Erlebnissen des Hundes in diesen Tagen Heiterkeit hervor. Drei Tage zuvor sei es gewesen, erzählen Kuhlmann und Heyer, als Killer begann, im Garten auf sich aufmerksam zu machen. Immer wieder warf er Blicke zum Haus hinüber und widmete sich dann intensiv einem Fleck auf dem Rasen. Als das junge Paar reagierte und nachsah, was der Hund denn dort beschnupperte, fanden sie ein winziges Eichhörnchen – dem Killer vorsichtig den Bauch leckte.

Wie das Eichhörnchen, das die Augen noch fest geschlossen hatte, auf den Rasen kam, kann sich das Paar nicht erklären. Ob seine Mutter das Junge von einem Kogel zu einem anderen bringen wollte? Er habe kurz zuvor ein Eichhörnchen über den Rasen huschen sehen, sagt Heyer. Ob es sein Junges verloren hat, weil der spielende Hund es erschreckte?

Kuhlmann und Heyer nahmen das Tierchen jedenfalls mit ins Haus, recherchierten im Internet, bauten ihm ein Nest mit Heizdecke, begannen damit, es mit Fencheltee und Babybrei zu füttern und gaben ihm den Namen Pepe. Dem Kleinen bekam die Pflege ausgezeichnet. Zwei Tage später hatte es bereits ein rundes Bäuchlein, tags darauf öffnete es seine Augen. Und während der gesamten Zeit hatte Pepe einen liebevollen Babysitter: Jack Russell Killer. Der Hund weicht seit seinem Fund kaum von der Seite des Eichhörnchens, bewacht und behütet es aufmerksam und wenn Kuhlmann und Heyer es ihm gestatten, dann leckt er ausgiebig den runden Bauch des kleinen Tieres.

Das ungewöhnliche Verhalten des Jagdhundes kann sich das Winzlarer Paar nur damit erklären, dass Killer gemeinsam mit einem Hamster aufgewachsen ist, den er ebenso bewacht wie nun auch Pepe. „Wenn ich den Käfig sauber mache, kann ich unseren Hamster auf den Rasen setzen“, sagt Kuhlmann. Killer würde dann dafür sorgen, dass Hamster Woody nicht weglaufe. Tatsächlich wedelt Killer freudig, als sie den Hamster auf den Rasen setzt. Sekunden später schon ist das graue Fell des Tieres nass geschleckt und jeder Versuch Woodys, sich vom Rasen zu entfernen, wird von Killer mit einem leichten Nasenstupsen zur Korrektur der Zielrichtung beantwortet.

Eichhörnchen, Hamster, Hund und Menschen kommen also prächtig miteinander aus. Dennoch wird Pepe demnächst wohl ausziehen. „Wir haben uns mit der Wildtierschutzstation in Sachsenhagen in Verbindung gesetzt“, erzählt Heyer. Dort würden derzeit drei weitere junge Eichhörnchen aufgezogen, zu denen Pepe kommen soll. Dann könne er auch wieder ausgewildert werden. Wenn Killer und Pepe sich weiter wie Mutter und Kind verhielten, sei diese Chance einfach zu gering.

ade


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