Während Warschau vom Hochwasser verschont wurde, bangen die Menschen bei Plock um den Halt der provisorischen Sperren aus Sandsäcken.
Die Hochwasserlage an der Weichsel nördlich von Warschau bleibt angespannt. Die provisorische Sperre aus Sandsäcken in Dobrzykow bei Plock habe bisher dem Druck des Wassers standgehalten, berichtete der Fernsehsender TVPInfo am Donnerstag. Am Morgen floss der Scheitelpunkt der Weichsel durch die Region rund 70 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt. In der Nacht befestigten hunderte Soldaten und Feuerwehrleute die gefährdeten Stellen. Insgesamt wurden mehrere hunderttausend Sandsäcke verwendet. Beim Bruch der Sperre droht Teilen von Plock die Überflutung.
Bei der ersten Flutwelle vor zweieinhalb Wochen hatte der Fluss im benachbarten Ort Swiniary einen Damm auf 400 Meter Länge durchbrochen. 20 Ortschaften wurden damals überflutet, tausende Menschen mussten das Gebiet verlassen. Der Deich konnte nicht vollständig repariert werden. Durch den Riss floss seit Mittwoch erneut Wasser ins Überschwemmungsgebiet. Swiniary und rund zehn weitere Ortschaften wurden zum zweiten Mal überflutet. Die Feuerwehr brachte die Menschen aus der Gefahrzone in Sicherheit. Viele Einwohner blieben aber trotz Lebensgefahr in ihren Häusern.
Ein heftiges Gewitter richtete am Mittwochabend große Schäden in Kostrzyn östlich von Posen an. Betroffen sei unter anderem die Eisenbahnstrecke Berlin - Warschau, meldete Nachrichtenagentur PAP. Der Regen habe einen Eisenbahndamm unterspült, die Züge könnten nur sehr langsam fahren.
dpa
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