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Frau springt bei Klippen-Selfie in den Tod

Südengland Frau springt bei Klippen-Selfie in den Tod

Es sollte ein spektakuläres Foto werden – festgehalten bei einem Urlaub an der malerischen Küste Südenglands. Doch für Hyewon Kim aus Südkorea endete ein Sprung auf den beliebten Seven-Sisters-Klippen tödlich. Der Landstrich ist auch aus den Harry-Potter-Verfilmungen bekannt.

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Touristenmagnet: Am Seven Sisters Kliff stürzte die Studentin in den Tod.

Quelle: Twitter/Business English UK

Dover. Die 23-Jährige hatte zuvor einen Fremden gebeten, ein Foto davon zu machen, wie sie am Rande der bis zu 60 Meter hohen Steilklippe in die Höhe springt. Bei der Landung verlor die Studentin dann den Halt und stürzte in die Tiefe. Britischen Medienberichten zufolge starb sie noch an der Unfallstelle. Das Unglück hatte sich bereits im Juni ereignet. Doch erst jetzt, Monate später, sind die Ermittlungen abgeschlossen.

Dabei geben die ortsansässigen Behörden seit Jahren immer wieder Warnungen raus, nicht zu dicht an den Rand der Klippen zu treten, sondern stattdessen auf den ausgewiesenen Pfaden zu bleiben.Vor allem nach längeren Trockenheitsphasen seien die Kanten instabil. Im Juni dieses Jahres hatten sich ganze Abschnitte der Kreidefelsen in der Grafschaft East Sussex gelöst und waren als Gerölllawine in die Tiefe gestürzt. Trotzdem werden immer wieder Touristen bei der Jagd nach dem spektakulärsten Selfie an eben jenen Stellen beobachtet, selbst wenige Stunden nach den gewaltigen Abbrüchen seien Touristen bereits wieder auf den Klippen herumgeklettert, berichten Augenzeugen.

Touristen nehmen Warnungen nicht ernst

So auch Hyewon Kim. Nur eine Stunde zuvor war in unmittelbarer Nähe ein Teil des Kliffs abgebrochen. Die Behörden hatten den Tod der Studentin allerdings nicht mit dem Vorfall in Verbindung gebracht, sondern vielmehr auf eine Verkettung unglücklicher Umstände hingewiesen.

Erst vor wenigen Wochen kursierte erneut ein schockierendes Foto einer Mutter mit ihrem Kleinkind in der britischen Presse, das die Frau und einen etwa Drei- bis Vierjährigen unmittelbar vor dem ungesicherten Abgrund zeigt. Eine Nahaufnahme der Szene macht zudem deutlich, wie porös die Kliffkante ist.

Die Seven-Sisters-Klippen dürften vor allem Harry-Potter-Fans bekannt vorkommen: Im vierten Teil der Reihe um den jungen Zauberer („Harry Potter und der Feuerkelch“) dienen sie als Kulisse für die spektakulären Aufnahmen der Anreise zur Quidditch-Weltmeisterschaft, in denen Harry zum Hügel läuft, um den Portschlüssel in der Form eines Stiefels zu finden.

Von RND/caro

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