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8000 Kinder ohne Deutschkentnisse an Hannovers Schulen

Flüchtlinge 8000 Kinder ohne Deutschkentnisse an Hannovers Schulen

Grundschulen, Oberschulen und Berufsbildende Schulen haben die meisten der rund 27600 Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse aufgenommen, die seit März 2015 nach Niedersachsen gekommen sind. Das hat das Land am Freitag im Kultusausschuss mitgeteilt.

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Sprachförderung kann schon im Kindergarten beginnen.

Quelle: Waltraud Grubitzsch (dpa)

Hannover. Konkret hieß es, dass von den rund 10000 Kindern, die im Sekundarbereich eingeschult worden sind, 3500 an die Oberschule kamen, 2500 landeten an den Hauptschulen, 1680 an den Realschulen, knapp 1400 an den Gymnasien und 1000 an den Integrierten Gesamtschulen.

Die meisten Schüler, die kein Deutsch können, sind von den Grundschulen aufgenommen worden, insgesamt rund 11000. An den Berufsbildenden Schulen waren es 4100.

Die Vertreter des Kultusministeriums machten auch Angaben über die regionale Verteilung: Knapp 10000 Kinder ohne Deutschkenntnisse kamen in die Region Osnabrück, 8000 nach Hannover und jeweils 5000 nach Braunschweig und Lüneburg. Die Zahl der Sprachlernklassen an den allgemeinbildenden Schulen ist mittlerweile auf 600 gestiegen, ab August werden es vermutlich 700 sein. Die meisten Sprachlernklassen sind an den Oberschulen eingerichtet worden, an den Grundschulen sollen die Kinder eher in den Regelklassen unterrichtet werden. Sinnvoll sei es, die Flüchtlinge so schnell wie möglich am Regelunterricht teilnehmen zu lassen, in Fächern wie Sport, Kunst, Musik, aber auch Englisch und Mathematik sei das oft schon nach wenigen Monaten möglich.

Um die Unterichtsversorgung sicherzustellen, sollen zum nächsten Schuljahr 930 Lehrer zusätzlich eingestellt werden. Für den FDP-Bildungsexperten Björn Försterling ist das viel zu spät: "Die Flüchtlinge sind schon an den Schulen, die Lehrer werden jetzt benötigt, nicht erst im Sommer." Gerade auf dem Land werde es schwierig, Bewerber für die Stellen zu finden.

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