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Streit um die Kuh

Daimler verärgert Landwirte mit Werbeslogan

Wenn es um Werbung für seine Autos geht, setzt Autobauer Daimler gerne auf Ironie. Diesmal scheinen die Stuttgarter jedoch daneben gegriffen zu haben: Der neueste Werbeslogan rief einen Sturm der Entrüstung bei deutschen Landwirten hervor.
Foto: Bizarrer Streit: Kuh oder Auto – wer schadet der Umwelt mehr?

Bizarrer Streit: Kuh oder Auto – wer schadet der Umwelt mehr?

© dpa

Stuttgart. „Mehr als 200 Pferde und weniger Emissionen als eine Kuh“ - mit diesem Slogan hat Daimler Landwirte gegen sich aufgebracht. Seit Ende vergangenen Jahres hatte der Autobauer mit der Anzeige in deutschen Medien für seinen Geländewagen M-Klasse geworben. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) ein „unerträglicher Fehlgriff“.

„Die Kuh ist der ideale Ressourcennutzer für unsere Grünlandflächen und produziert dabei hochwertige Nahrungsmittel für die Menschen - eine Leistung, mit der Ihr Geländewagen für die Autobahn nicht konkurrieren kann“, schrieb DBV-Generalsekretär Helmut Born nach Angaben des Verbandes vom Dienstag an Daimler. Autoindustrie und Landwirtschaft seien bei der Erfüllung der Klimaschutzziele Partner, „konfrontative Anzeigen“ seien dabei nicht hilfreich.

Das Ende vom Lied: „Die Formulierung war überspitzt. Wir haben uns beim Bauernverband entschuldigt“, sagte ein Daimler-Sprecher in Stuttgart. Die Anzeige werde nicht weiter verwendet.

dpa/frs


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