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Chester Benningtons fröhliches Vermächtnis

Linkin Park bei „Carpool-Karaoke“ Chester Benningtons fröhliches Vermächtnis

Dass es einer seiner letzten, wenn nicht sogar der letzte, Auftritt werden würde, hat zu diesem Zeitpunkt, wenn überhaupt, nur Chester Bennington selbst geahnt – so ausgelassen gibt sich der verstorbene Linkin-Park-Frontman bei Carpool-Karaoke. Nach langem Zögern wurde die Episode nun doch ausgestrahlt.

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Heitere Runde: Zwischen der Band Linkin Park und dem Schauspieler Ken Jeong stimmte die Chemie.

Quelle: Facebook/Linkin Park

Los Angeles. Lange wurde darüber gerätselt, ob diese Carpool-Karaoke-Episode jemals ausgestrahlt würde, denn: Sie zeigt Chester Bennington, Frontman der Mega-Band Linkin Park, nur sechs Tage vor seinem Suizid, am Steuer sitzend, ausgelassen mit seinen Bandkollegen singend. Auf dem Beifahrersitz Schauspieler Ken Jeong, unter anderem bekannt aus „Hangover“ – mit Bennington gibt er ein kongeniales Duo.

Beste Stimmung

Beste Stimmung: Mike Shinoda, Ken Jeong, Chester Bennington und Brad Delson (von links unten).

Quelle: Facebook/Linkin Park

Nun hat die Band die Folge auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht mit der Zustimmung von Benningtons Familie, wie es ausdrücklich zu Beginn des Videos heißt – in Erinnerung an ihren im Juli dieses Jahres verstorbenen Frontman. Und wer Bennington dort so voller Inbrunst singend sieht, feixend und sich immer wieder vor Lachen den Bauch haltend, kann sich in der Tat nur schwer vorstellen, was nur wenige Tage nach dem Dreh Millionen Fans weltweit schockierte – am 20. Juli war Bennington tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden worden. Eine Hausangestellte hatte den sechsfachen Vater entdeckt. Bennington soll sich erhängt haben.

Bei Carpool-Karaoke nun aber wirkt Bennington regelrecht aufgedreht, wie er mit Jeong den Song „Numb“ schmettert, dabei das Fenster runterdreht und gefühlt die ganz Welt an seinem Seelenheil teilhaben lässt. Jeong tut es ihm gleich, hampelt wie ein Wildgewordener auf dem Beifahrersitz herum, während sich in der zweiten Reihe Benningtons Bandmitglieder Mike Shinoda und Brad Delson vor Lachen über das, was da im vorderen Teil des Autos abgeht, nicht mehr einkriegen.

Nebenbei erfährt der Zuschauer auch, wie es zu dem für die Band so typischen und selbstbetitelten „Scream-Singing“ kam. Sein Bandkollege Mike habe ihn mal bei einer Probe gefragt, als er einen Teil des Songs geschrien habe, ob er das nicht einfach immer so machen könne, erzählt Bennington und verrät darüber hinaus auch Privates. Etwa, dass er mal für vier Dollar die Stunde als Laubbläser gearbeitet habe. „Hätte ich mich einfach auf die Straße gesetzt und um Geld gebeten, wäre da wahrscheinlich mehr bei rumgekommen“, sinniert er weiter. Bevor es im Anschluss noch mal richtig zur Sache geht.

„Carpool-Karaoke“ – next level: Mit Jeong steigt die Band in einen Karaoke-Bus um. Warum? Er habe mal als „MC“ in einem Karaoke-Club gearbeitet verrät der Schauspieler und wolle nun die Band von seinen Qualitäten am Mikrofon überzeugen. Mit Hasenöhrchen, Konfettikanone, Partyhütchen und Blumengirlanden und „Sweet Home Alabama“ auf dem Schirm geht es weiter durch L.A. Benningtons kurz bevorstehender Suizid scheint spätestens an dieser Stelle undenkbar weit weg. Vor allem, als er sich zum Ende der Karaoke-Tour noch mal an die Zuschauer wendet: „Jeder zu Hause sollte mitsingen.“ So eingängig wie die Songs sind – was bleibt da schon anderes übrig?

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111 (ev.)

0800 - 111 0 222 (rk.)

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Von RND/caro

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