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Bei den Paketdiensten fehlen tausende Zusteller

Weihnachtsgeschäft Bei den Paketdiensten fehlen tausende Zusteller

Bei den deutschen Lieferdiensten mangelt es vor allem im Weihnachtsgeschäft zunehmend an Personal für die Zustellung. In den kommenden Jahren könnten der Branche Tausende Arbeitnehmer fehlen, um den stetig wachsenden Paketstrom bewältigen zu können.

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Paketzusteller Hans-Joachim Harnagel liefert 280 Pakete und Päckchen während einer Tour durch die Innenstadt von Braunschweig an die Empfänger aus.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Braunschweig. "Der Arbeitsmarkt ist ziemlich abgegrast. Wenn sich jemand aussuchen kann, ob er für knapp neun Euro Pakete ausfährt, oder für ein Sicherheitsunternehmen nachts ein Kaufhaus bewacht, dem fällt die Wahl nicht schwer", sagte Martin Frommhold, Sprecher von Hermes Europe, der Deutschen Presse-Agentur. "In der Branche herrscht jetzt zum Weihnachtsgeschäft in ganz Deutschland ein Riesenpersonalmangel", sagt auch der Sekretär für den Bereich Post und Logistik bei der Gewerkschaft Verdi Niedersachsen/Bremen, Thomas Warner.

"Selbst die Zeitarbeit-Firmen haben kaum noch Leute, um den Bedarf zu decken." Für viele Werkvertragsarbeiter bedeute das häufig einen Zehn-Stunden-Tag bei sechs Tagen die Woche. Eine Strategie gibt es laut Hermes-Sprecher Frommhold nicht. "Auf lange Sicht bräuchte es wohl eine bessere Bezahlung." Das sei jedoch angesichts der niedrigen Preise in der Branche kaum möglich.

dpa

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