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Behinderungen auf Straßen und Schienen

Winterwetter Behinderungen auf Straßen und Schienen

So früh läuft der Winter selten zur Hochform auf. Seit der vergangenen Nacht liegt Deutschland komplett unter einer Schneedecke. Auf vielen Straßen, Schienen und in der Luft kommt es zu starken Behinderungen. Drei Menschen starben bei Unfällen in der Nacht.

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Deutschland steckt tief im Schnee. In in vielen Teilen des Landes herrscht ein Verkehrschaos.

Quelle: dpa

Deutschland ist so stark zugeschneit, dass in vielen Teilen des Landes wieder Verkehrschaos herrscht. Auch in der Nacht zum Donnerstag sorgte neuer Schnee für weitere Behinderungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zwar Unwetterwarnungen für Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Bayern aufgehoben - Probleme gab es aber trotzdem im Verkehr.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Norden Bayerns zu erheblichen Störungen kommen werde. Schnee auf den Gleisen, umgestürzte Bäume auf den Schienen oder zerstörte Oberleitungen und Weichen waren das Hauptproblem. In Sachsen musste der Fernverkehr aus Leipzig nach Nürnberg eingestellt werden. Im thüringischen Saalfeld musste ein ICE nach München seine Fahrt stoppen. Die 165 Fahrgäste wurden von Feuerwehrleuten und Rettungshelfern mit Wolldecken, Essen und Getränken im Zug versorgt.

Schneewinde fegten über die Straßen. Im Norden Deutschlands und im Osten lagen teilweise 15 Zentimeter dicke Schneedecken und sorgten für Chaos auf den Straßen. Teilweise war der Verkehr auf der Autobahn 7 bei Flensburg gelähmt. Der Winterdienst war dort im Dauereinsatz und kam den wehenden Schneeflocken einfach nicht hinterher. Zudem fegten heftige Böen an der Ostseeküste entlang. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartete am Donnerstagvormittag an wieder Sturmfluten an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins mit Wasserständen von 1,2 Metern über dem Normalstand.
Am Abend starb ein LKW-Fahrer beim Zusammenprall mit einem Zug auf einem Bahnübergang in Ostholstein. Der Lokführer wurde leicht verletzt.

Und auch in Bayern kam es aufgrund schneebedeckter Straßen zu einem ähnlichen Unfall. Ein Lastwagen wurde ebenfalls auf einem Bahnübergang bei Nürnberg erfasst, weil das Fahrzeug steckenblieb. Der Fahrer starb. Im Zug wurden vier Passagiere verletzt - die Strecke von Bayreuth nach Nürnberg wird deshalb bis in die Morgenstunden gesperrt sein. Zudem starb eine 30-jährige Frau, nachdem sie sich mit ihrem Auto bei Aschaffenburg auf glatter Straße überschlagen hatte.

Auch in Sachsen führten die Schneeverwehungen auf den Autobahnen und Bundesstraßen zu Problemen. Laut der Unwetterzentrale Meteomedia war in der Sächsischen Schweiz deshalb Alarmstufe violett angesagt - die höchste Stufe überhaupt. Teilweise fiel dort 30 Zentimeter Neuschnee, frische und starke Winde sorgten für Schneeverwehungen. Dort blieben in der Nacht zum Donnerstag mehrere Lastwagen und Autos stecken. Auch in Sachsen-Anhalt meldeten die Polizeibehörden große Störungen auf den Straßen. Auf der A2 führten Schnee und Wind zu stockendem Verkehr und Staus. In Thüringen waren durch die Schneefälle die A4 und A9 betroffen.

An den Flughäfen Frankfurt am Main und München führten die Schneewinde wieder zu Flugausfällen. „In München sind bereits einige Annullierungen gemeldet“, sagte eine Sprecherin der Flugauskunftzentrale am frühen Donnerstagmorgen. Und auch in Frankfurt kündigten sich erneut mehrere Streichungen an. „Für heute sind bereits 40 Flüge annulliert“, sagte die Sprecherin vom Flughafenbetreiber Fraport, Waltraud Riehemann. Dies seien 25 Landungen und 15 Starts. „Der Winterdienst ist im Dauereinsatz. Bis der Schnee aber beseitigt ist, kann das Stunden dauern.“ Zwar seien nur wenige gestrandete Passagiere am Flughafen - trotzdem standen für sie immer noch knapp 400 Feldbetten bereit.

Eine gute Nachricht hatten die Meteorologen aber doch: „Die Winde werden am Donnerstag schwächer werden“, sagte DWD-Fachmann Martin Jonas. Zwar werde der Schnee immer noch locker und pulverig sein und deshalb mit leichten Böen schon wirbeln können. Nur die Ostsee werde von schnellen und stürmenden Winden heimgesucht. Ansonsten werde es ruhiger. Auch für Bayern und Baden-Württemberg sagte ein DWD-Fachmann das voraus. Aber: „Die tiefen Temperaturen bleiben weiterhin wirklich extrem.“ Mit bis zu minus 15 Grad nämlich. Ein Polizeisprecher aus Stuttgart fasste die Lage zusammen: „Hier liegt so viel Schnee. Da dreht sich kein Rädle.“

dpa

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