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Kriminalität

Zerstückelte Frauenleiche: Parallelen zu anderen Morden

In einer Garage im Taunus werden Leichenteile einer getöteten Frau gefunden. Die Ermittler prüfen danach mögliche Verbindungen zu weiteren Verbrechen. Jetzt zeigt sich: Der Täter könnte auch für andere ungeklärte Mordfälle verantwortlich sein.

Wiesbaden. Zwischen einer vor fast zwei Jahren in Schwalbach entdeckten zerstückelten Frauenleiche, vier getöteten Prostituierten und dem Fall des ermordeten 13-jährigen Tristan könnte ein Zusammenhang bestehen. Wie das Hessische Landeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wird nach Auswertung verschiedener Spuren wegen Serienmordes ermittelt.

Alle Taten liegen mehr als zehn Jahre zurück. Sie weisen wegen ihrer besonderen Brutalität Parallelen auf, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Schüler Tristan Brübach war 1998 mit durchgeschnittener Kehle und zahlreichen Stichverletzungen in einer Unterführung in der Nähe des Bahnhofs Frankfurt-Höchst gefunden worden, der Täter konnte nie ermittelt werden.

Das im Jahr 2014 in Schwalbach im Taunus gefundene Opfer war eine Prostituierte aus Frankfurt. Ihre sterblichen Überreste wurden in einer Garage entdeckt. Der Mann, dem die Garage gehörte, starb im August 2014. Beim Ausräumen der Garage fanden seine Verwandten in zwei blauen Plastikfässern einen verwesten Kopf und weitere Leichenteile. Die Polizei geht davon aus, dass der Rentner für den Tod der Frau vor mehr als zehn Jahren verantwortlich war - und womöglich in Verbindung zu den anderen Morden steht.

Beim Auswerten verschiedener Spuren begann die Polizei, den Tathergang mit weiteren ungelösten Mordfällen in der Region zu vergleichen. Dabei stellte sich heraus, dass die Schwalbacher Tat vier Morden an Prostituierten in Frankfurt aus den Jahren 1971, 1991 und 1993 ähnelt, die nie aufgeklärt wurden.

Die Ermittler entdeckten außerdem mehrere, wenn auch weniger klare Parallelen zum Fall Tristan Brübach. Die Polizei verwies auf "sehr spezielle Tathandlungen, welche sich so oder so ähnlich auch bei den anderen Opfern finden." Die Art, in der die Tat begangen wurde, sei wie ein "Verhaltens-Fingerabdruck" für die Ermittler, sagte der Polizeisprecher.

Für (den morgigen) Donnerstag ist im Hessischen Landeskriminalamt eine Pressekonferenz angesetzt, bei der die neuen Ermittlungsergebnisse vorgestellt werden sollen.

dpa


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