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Wetter

Unwetter in Hessen: Aufräumen in Wiesbaden, Flugbetrieb wieder normal

Die Gewitter über Hessen nehmen kein Ende, aber die Stärke hat übers Wochenende nachgelassen. Die Lage im Land hat sich halbwegs normalisiert: In Wiesbaden wurde aufgeräumt, am Flughafen kam der Flugplan wieder ins Lot.
Das Unwetter trifft Wiesbaden besonders hart.

Das Unwetter trifft Wiesbaden besonders hart.

© Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Am Sonntag verlagerte sich der Schwerpunkt der Unwetter nach Nordhessen. Am Sonntagabend drohte bereits neues Ungemach: "Von Westen kommt noch einiges nach", sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst.

So schlimm wie am Freitagabend in Wiesbaden wurde es nirgendwo: Innerhalb einer Stunde waren in Wiesbaden 48 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen - der Durchschnittswert für den gesamten Juli liegt bei 69 Litern. "Wiesbaden stand sozusagen komplett unter Wasser", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die Feuerwehr sprach von einem Millionenschaden. Verletzt wurde niemand.

Am Frankfurter Flughafen wurden rund 135 Starts und Landungen annulliert, wie Airport Duty Manager Johannes Martin Kähn sagte. Trotzdem strandeten 4500 Passagiere am Flughafen, von denen rund 4000 in Hotels untergebracht wurden. Viele Maschinen waren am Samstag verspätet. Am Sonntagnachmittag lief der Flugbetrieb laut Fraport wieder "weitgehend normal".

"Das war sicher eines der schlimmsten Unwetter der letzten Jahre", sagte ein Feuerwehrsprecher in Wiesbaden. Die Helfer mussten zu mehr als 350 Einsätzen ausrücken. 500 Kräfte von THW und Feuerwehr waren im Einsatz, zudem viele freiwillige Helfer. "Es ist wirklich schrecklich", postete der Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich auf der Online-Plattform Facebook. Allein 40 Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, das Kurhaus und die angrenzende Tiefgarage von den Wassermassen zu befreien. Zwei Geschosse des Parkhauses waren überflutet, rund 50 Autos schwammen im Wasser und mussten geborgen werden.

Der Keller des Staatstheaters war ebenfalls vollgelaufen. Das Bowling Green, wo am Sonntag das WM-Finale beim Public Viewing verfolgt werden sollte, war nicht betroffen. Das Rheingau Musik Festival musste ein Konzert von Bobby McFerrin absagen, weil das Kurhaus als Veranstaltungsort evakuiert wurde. Geschäftsführer Michael Herrmann rechnete damit, dass das Kurhaus als Veranstaltungsort mehrere Wochen nicht genutzt werden kann. Das für Sonntagabend geplante Konzert mit der NDR Radiophilharmonie wurde in die Phönix-Halle Mainz verlegt.

Die Kanalisation lief über, Hagelkörner überzogen den Stadtteil Auringen mit einer Eisschicht, der Salzbach in Rambach floss gebirgsbachartig durch den Stadtteil. Dabei rund 70 Häuser wurden laut Feuerwehr von den Fluten überschwemmt.

Auch in anderen Teilen Hessens beschäftigten Unwetter die Einsatzkräfte: Im mittelhessischen Stadtallendorf setzte ein Blitz ein Mehrfamilienhaus in Brand, alle Bewohner konnten sich unverletzt retten. Osthessen habe bis auf Verkehrsbehinderungen die Gewitter aber glimpflich überstanden, sagte ein Polizeisprecher in Fulda.

Dass die Gewitter nachgelassen haben, liegt laut Kirchhübel daran, dass nicht mehr so viel schwülwarme Luft über Hessen lagert wie Ende der vergangenen Woche. Samstag und Sonntag habe es nur noch kleine lokale Gewitter gegeben. Der meiste Regen fiel laut DWD in Bad Arolsen: 18 Liter in einer Stunde am Sonntagmittag. In Kassel stand die Polizei zum Teil "knietief im Wasser", wie ein Sprecher sagte.

Auch am Montag sind in Hessen Schauer und vereinzelte Gewitter möglich, am Abend lockern die Wolken bei Temperaturen von bis zu 24 Grad von Westen her auf. Am Dienstag erwarten die Meteorologen wechselnde Bewölkung und sonnige Abschnitte in Südhessen bei maximal 26 Grad. Auch am Mittwoch soll es im Süden sonnig werden, am Nachmittag kann es wieder regnen und gewittern.

dpa


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