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Kriminalität

Unbekannte reißen 40 Hennen Köpfe ab

Unbekannte brechen am Pfingstsonntag auf einem Hühnerhof in Seligenstadt ein und töten mehr als 40 Hennen auf barbarische Weise. Die Polizei ermittelt, der betroffene Bauer ist entsetzt: "Wer macht so etwas?"

Seligenstadt. Unbekannte haben auf einem Hühnerhof in Seligenstadt (Kreis Offenbach) 40 Hennen den Kopf abgerissen und sie so getötet. Die Täter brachen in der Nacht zu Pfingstsonntag in das Gelände ein, wie die Polizei am Montag mitteilte. Sie warfen auch Eier gegen Wände und kippten mehrere Fässer mit Hühnerfutter und Wasser um. Hinweise auf ein Motiv gab es zunächst nicht, die Polizei ermittelt in alle Richtungen und hofft auf Zeugen.

Der betroffene Bauer Michael Lüft ist fassungslos: "Es fehlen mir immer noch die Worte." Immer wieder frage er sich, was Unbekannte zu dieser Tat getrieben haben könnte. Entdeckt hatte er das Massaker am Sonntagvormittag, wobei er zunächst nur die umgekippten Fässer auf dem Gelände bemerkte.

Das Grauen eröffnete sich ihm weniger später im Hühnerstall. Erst hatte Lüft noch einen Fuchs oder Marder hinter dem Hühnermord vermutet. Misstrauisch machte ihn jedoch das Schloss am Stall, das mit einem Bolzenschneider aufgebrochen worden war. "Mit bloßen Händen" hätten die Täter dann den Hennen die Köpfe abgerissen, teilweise zogen sie ihnen Haut und Sehnen über die Köpfe. "Dafür ist ein gewisser Kraftaufwand notwendig." Zudem seien die Wände des Stalls mit Eiern beschmiert worden.

Was Lüft besonders mitnimmt, ist die Qual, die die Tiere erlitten haben müssen. Er selbst schlachte zwar ebenfalls immer wieder Hennen, allerdings fachgerecht. "Zwischen Schlachten und Schlächten liegt ein deutlicher Unterschied." Die Täter hatten auch einige Hühner getreten, diese muss Lüft nun eventuell notschlachten.

Lüft hat in der Region eine gewisse Bekanntheit erlangt, da er seit 2013 mit seinem "Rent a Huhn"-Projekt Hennen an Privatleute, Schulen, Kindergärten oder Altenheime vermietet. Fünf Tiere samt Futter, Stall, Zaun und Endreinigung etwa kosten für 14 Tage 118 Euro. Von seinen 350 Hühnern verleiht Lüft 200, 40 Häuschen hat er dafür mittlerweile angeschafft.

dpa


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