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Prozesse

Todkranken Welpen mit falschen Papieren verkauft

Wegen Tierquälerei und Betruges ist eine Hundezüchterin am Dienstag zu einer Geldstrafe von 1600 Euro verurteilt worden. Die 47-Jährige hatte im November 2014 einen erst sieben Wochen alten und kranken Welpen für 250 Euro verkauft.
Ein Schild hängt am Gerichtsgebäude in Frankfurt am Main.

Ein Schild hängt am Gerichtsgebäude in Frankfurt am Main.

© Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt bereits stark abgemagert und von einem Keim befallen. Zur Überzeugung des Amtsgerichts Frankfurt versuchte die Angeklagte dies zu vertuschen, indem sie der Käuferin die Impfbescheinigung eines anderen Tieres übergab. Nach drei Tagen starb der Hund und die Käuferin erstattete Strafanzeige. Die Angeklagte hatte in ihrer 80 Quadratmeter großen Stadtwohnung bis zu 47 Hunde in Käfigen gehalten.

Das Gericht ging davon aus, dass die Angeklagte für den schlechten Gesundheitszustand des Hundebabys verantwortlich war. Sie habe den Welpen nicht rechtzeitig zu einem Tierarzt gebracht. Zudem habe sie ihrer Kundin etwas vorgespielt, um trotz der Krankheit des Tieres den erwarteten Kaufpreis erzielen zu können.

Der Staatsanwalt sah auch eine Mitschuld der Käuferin: Wer einen Hund, der in einschlägigen Züchterkreisen für durchschnittlich rund 1000 Euro gehandelt werde, für lediglich ein Viertel dessen kaufe, müsse wissen, dass etwas nicht in Ordnung sein könne. Er unterstütze damit auch fragwürdige Zuchtmethoden.

dpa


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