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Denkmäler

Studie: Kasseler Welterbe nicht durch Windräder gefährdet

Kaum sechs Kilometer ist die geplante Windkraftanlage vom Kasseler Herkules entfernt. Doch den Hügeln Nordhessens ist es zu verdanken, dass sie nicht den Status des Bergparks als Unesco-Weltkulturerbe bedroht.
Der Herkules, Kassels Wahrzeichen im Bergpark Wilhelmshöhe.

Der Herkules, Kassels Wahrzeichen im Bergpark Wilhelmshöhe.

© Uwe Zucchi

Kassel. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Expertenkommission, die die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) bei der Pflege des Bergparks berät. Die Windräder in Schauenburg stellten keine Beeinträchtigung dar, sagte der Präsident des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, Gerd Weiß, am Mittwoch in Kassel. Dies gelte auch für die Blickachsen vom und zum Herkules, betonte Eva-Maria Höhle, die ehemalige Generalkonservatorin des Denkmalamts in Wien.

Auch das Regierungspräsidium Kassel (RP) trat den Befürchtungen entgegen. Es habe keine visuelle Beeinträchtigung von Herkules und Bergpark durch die Anlagen in Schauenburg erkennen können, teilte das RP mit. Der Regionalplan Energie sei derzeit in der ersten Offenlegung, eine zweite soll im September folgen. Weiß betonte: "Auch bei den derzeitigen Planungen zur Ausweisung der Standorte können wir keine Beeinträchtigung erkennen."

Im Gegensatz zu Kassel stehen derzeit Dutzende gefährdete Stätten auf der Roten Liste der Unesco. Werden Unesco-Forderungen zum Erhalt solcher Stätten nicht erfüllt, kann der Welterbe-Status wieder aberkannt werden, wie etwa beim Elbetal nach dem Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke in Dresden.

Auch um die Welterbestätte Oberes Mittelrheintal sorgt sich der Internationale Rat für Denkmalpflege Icomos. Vor allem der Bahnlärm beeinträchtigt nach Ansicht der Fachleute den Wert der Kulturlandschaft. Verkehrs- und Infrastrukturprojekte sind nach Angaben von Icomos bundesweit eine besondere Herausforderung für die Entwicklung von Welterbestätten. Dazu zählt zum Beispiel der Bau von Zugstrecken - oder Windrädern.

Das Expertengremium beschäftigte sich in Kassel zudem mit dem Verkehr rund um den Bergpark. Es sprach sich gegen neue Parkflächen aus, stattdessen sollen vorhandene Flächen besser genutzt und von Bussen angefahren werden. "Für uns ist der Blick von außen wichtig, wir profitieren von den Erfahrungen", sagte MHK-Direktor Bernd Küster. Der Bergpark mit Herkules-Statue und Wasserspielen war vor rund einem Jahr zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

dpa


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