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Sommer 2015: Dreimal so viele Ozontage wie im Vorjahr

Viele heiße Tage mit Badewetter hat der Sommer 2015 den Hessen beschert. Die Kehrseite: An deutlich mehr Tagen als in den Vorjahren wurden Ozon-Schwellenwerte überschritten.
In Hessen wurden die Ozon-Schwellenwerte an 17 überschritten.

In Hessen wurden die Ozon-Schwellenwerte an 17 überschritten.

© Karl-Josef Hildenbrand/Symbol

Wiesbaden. Im Sommer 2015 hat es in Hessen deutlich mehr Ozonmeldungen gegeben als in den Jahren zuvor. An insgesamt 17 Tagen wurden die Schwellenwerte überschritten - das waren mehr als dreimal so viele Tage wie im vergangenen Jahr (5). Eine ähnlich hohe Zahl hatte es in den vergangenen zehn Jahren nur noch 2006 gegeben, damals waren es 19 Tage mit Meldungen gewesen.

Die hohen Ozonwerte in diesem Jahr betrafen ländliche und städtische Gebiete gleichermaßen, wie eine Sprecherin des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden sagte. Das erste Mal wurde die Grenze am 5. Juni in Linden bei Gießen geknackt. Dort habe der Ozonwert knapp über der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelegen. In solchen Fällen empfiehlt das HLUG kranken und älteren Menschen, sich nicht im Freien anzustrengen.

Die höchste Belastung gab es in diesem Jahr am 3. Juli: Fast alle der landesweit 25 Messstationen meldeten an dem Tag Ozonwerte über der Informationsschwelle. An acht Orten wurde sogar die Alarmschwelle überschritten. Hessischer Spitzenreiter war der Raum Wiesbaden-Süd mit einem Wert von 283 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Die Alarmschwelle liegt bei 240 Mikrogramm. Ist sie erreicht, sollten auch gesunde Menschen sich draußen nicht mehr viel bewegen. Erhöhte Ozonwerte können etwa Kopfschmerzen und Atembeschwerden auslösen.

Der ozonreichste Sommer der vergangenen 15 Jahre war 2003. Damals gab es in Hessen 32 Meldetage - also fast doppelt so viele wie in diesem Jahr. Insgesamt gehe die Ozonbelastung im Land aber im Vergleich zu den 1980er und 1990er Jahren zurück, sagte die HLUG-Sprecherin.

dpa


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