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Sepulkralmuseum zeigt Karikaturen rund um den Tod

Karikaturen sind witzig, der Hintergrund ist aber oft ernst. Eine neue Ausstellung im Sepulkralmuseum in Kassel widmet sich dem Sterben und Tod in der Karikatur. Die Schau lässt auch aktuelle Themen wie Selbstmordattentäter oder ertrinkende Flüchtlinge nicht aus.
Besucher im Museum für Sepulkralkultur in Kassel (Hessen).

Besucher im Museum für Sepulkralkultur in Kassel (Hessen).

© Uwe Zucchi

Kassel. "Frohes Neues, Herr Doktor! - Frohes letztes, Herr Scholz" - bitterböse und bissige Karikatur-Dialoge wie diese zeigt das Sepulkralmuseum in Kassel in seiner neuen Sonderausstellung. In der Schau "Einer geht noch - Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod" widmen sich 33 Karikaturisten - darunter Til Mette, Denis Metz und Harm Bengen - in Kooperation mit der Galerie Caricatura Kassel dem Sterben und dem Tod. Die Themen reichen von Medizin und Krankenkassen über gesellschaftliche Themen wie Religion, Himmel und Hölle bis natürlich zu Gevatter Tod. "Der Tod ist so bunt wie das Leben", sagte am Mittwoch Martin Sonntag von der Caricatura Kassel, der die Ausstellung kuratiert hat. Die Schau mit insgesamt 168 Exponaten wird vom 5. Februar bis zum 5. Juni gezeigt.

Auch aktuellen Themen wie Selbstmordattentate oder Flüchtlinge werden behandelt: "Achte auf die Beinarbeit. Die Bundesliga sucht Nachwuchs", lässt ein Künstler einen Mitarbeiter der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zu seinem Kollegen sagen, der ertrinkende Flüchtlinge beobachtet.

Eine ähnliche Ausstellung hatte das Sepulkralmuseum bereits 1992 zur Eröffnung des Hauses gezeigt. "Der Humor ist gleichgeblieben, neu sind die Themen", sagte Gerold Eppler von dem Museum. So sei 1992 das Phänomen der Selbstmordattentate noch nicht behandelt worden. Sonntag betonte: "Daran kann man nicht vorbeigehen. Es gibt die Leichtigkeit des Nonsens, aber auch die bittere Realität des schwarzen Humors."

So treten in einem Werk Selbstmordattentäter in den Streik und fordern 75 statt wie bislang 72 Jungfrauen für einen Anschlag. In einem weiteren wollen Islamisten in einem Autohaus "ein Auto für den Dschihad". Der Verkäufer fragt: "Mehrtürer?"

dpa


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