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Schwere Verluste für Radio FFH und hr3 - kleine Sender legen zu

Viel weniger Hörer bei den Großen und deutliche Gewinne für die Kleinen: Im hessischen Radiomarkt haben sich die Gewichte verschoben. Dennoch bleibt Hit Radio FFH trotz herber Verluste weiterhin klarer Marktführer, wie aus einer am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Hörer-Umfrage hervorgeht.
Hit Radio FFH trotz herber Verluste, klarer Marktführer.

Hit Radio FFH trotz herber Verluste, klarer Marktführer.

© Frank May/Archiv

Frankfurt/Main. Radio FFH erreicht derzeit stündlich an Werktagen 527 000 Hörer. Das sind über zehn Prozent weniger als bei der vorangegangenen Erhebung vom März dieses Jahres. Noch stärker bricht die Welle hr3 ein, die rund 15 Prozent ihrer Hörer verliert. Der öffentlich-rechtliche Popsender wird nur noch von 330 000 Menschen eingeschaltet. Dahinter folgen hr4 und hr1, die mit jeweils 252 000 und 162 000 Hörern stabil bleiben.

Die kleineren Sender legen dagegen fast alle durchweg stark zu. Die private FFH-Jugendwelle planet radio kommt auf 101 000 Hörer (März 2014: 92 000), der Oldiesender harmony.fm auf 40 000 (28 000). Der Jugendsender des Hessischen Rundfunks YOU FM springt von 66 000 auf 104 000 Hörer - und überholt damit den privaten Konkurrenten planet radio. Auch hr-info legt von 35 000 auf 54 000 Hörer um mehr als 50 Prozent zu. Das private Radio Bob hat jetzt 74 000 Hörer (71 000).

Die Verschiebungen auf dem Radiomarkt müssten nun analysiert werden, sagte Radio/Tele-FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth. Die Zugewinne für YOU FM seien nicht überraschend, da der Hessische Rundfunk seiner Jugendwelle starke UKW-Frequenzen der Kulturwelle hr2 "zugeschanzt" habe.

Der Zugewinn bei YOU FM zeige, dass die Öffentlich-Rechtlichen mit einem anspruchsvollen Programm auch bei jungen Hörern punkten könnten, meinte dazu hr-Hörfunkdirektor Heinz Sommer. Ebenso glücklich sei er über den großen Erfolg des Informationsradios hr-Info.

Für die Umfrage hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) mehrere Tausend Menschen in Hessen befragt. Dazu gehören auch Kinder und Jugendliche von 10 bis 13 Jahren sowie alle deutschsprachigen Ausländer. Die Zahlen werden zweimal im Jahr vorgelegt.

Die werbetreibenden Sender orientieren daran ihre Preise für Werbespots. Außerdem zeigen die Daten den Radiosendern, wie ihr Programm ankommt. In der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse sind Unternehmen der Medien und der Werbewirtschaft organisiert.

dpa


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