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Schalter am Unglücks-Karussell im Holiday Park war kaputt

In welchem Zustand war das Unglücks-Karussell im Holiday Park, als 2015 ein tödlicher Unfall passierte? Ein paar Tage später sei bei einer internen Prüfung ein Defekt entdeckt worden, berichtet ein Elektrotechniker. Der technische Leiter bestätigt das nicht.
Prozess um tödlichen Unfall im Holiday Park. Bild: Markus Proßwitz/Archiv

Prozess um tödlichen Unfall im Holiday Park. Bild: Markus Proßwitz/Archiv

© Markus Prosswitz / Masterpress

Neustadt/Weinstraße. Nach dem tödlichen Unfall eines elfjährigen Mädchens im Holiday Park in Haßloch ist Zeugenangaben zufolge am Unglücks-Fahrgeschäft bei internen Tests ein Defekt festgestellt worden. Der Schalter, der über den Zustand der Eingangstür zu dem Karussell informiere, sei kaputt gewesen, sagte ein Elektrotechniker am Dienstag vor dem Amtsgericht in Neustadt. Das habe sein Vorgesetzter ihm berichtet.

Das habe zur Folge gehabt, dass das Fahrgeschäft auch in einem Zustand hätte starten können, in dem es eigentlich nicht hätte starten dürfen - nämlich mit offener Tür. "Wenn der (Schalter) sagt: die Tür ist zu, obwohl sie offensteht, ist ein Start möglich", sagte der 61-Jährige. Dass der Defekt bei gewaltsamen Tests von Gutachter und Polizei an der Türe entstand, schloss er aus. Er wehrt sich vor Gericht gegen die fristlose Kündigung. Die Kündigung habe mit dem Verfahren nichts zu tun, sagte er.

Bislang gibt es unterschiedliche Angaben zum Zustand der Tür: Die Mutter des getöteten Mädchens aus Kelsterbach bei Frankfurt sagt, die Tür sei offen gewesen, als sie das Karussell mit ihrem Kind betrat. Das hätte zu diesem Zeitpunkt - kurz vor dem Start - aber nicht mehr sein dürfen. Der ehemalige Bediener sagt dagegen, sie sei geschlossen gewesen. Er und zwei andere Männer sind wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die Elfjährige war am 15. August 2014 in dem Fahrgeschäft Spinning Barrels (Drehende Fässer) gestürzt und überrollt worden. Dabei wurde sie tödlich verletzt.

Im Unterschied zu dem 61-Jährigen sagte der technische Leiter des Parks aus, nach dem Unfall sei nichts mehr an dem Fahrgeschäft gemacht worden, weil die Polizei das strikt verboten habe. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters Alexander Melahn, ob er über den internen Test nicht informiert worden sei, sagte er: "Ich kann nicht überall sein." Nach dem Unfall hätte nicht am Karussell gearbeitet werden dürfen, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch kein Siegel der Staatsanwaltschaft darauf geklebt habe, sagte der Vorsitzende Richter. "Es ist höchst bedenklich, dass so etwas gemacht wird." 

dpa


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